Ölpest: "Top Kill" verläuft bisher nach Plan

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Covington/USA -Im Kampf gegen das Ölleck läuft die Operation "Top Kill" bisher nach Plan. Frühestens heute Abend könne man sagen, ob der Versuch erfolgreich sei, sagte BP-Chef Tony  Hayward. *Mit Livestream*

Die Chancen stünden weiter bei 60 bis 70 Prozent. BP hat Mittwochabend damit begonnen, Schlamm und Zement in die undichten Stellen am Meeresboden zu pumpen und es so zu verschließen. Das Verfahren ist noch nie in einer Tiefe von 1600 Metern versucht worden. Seit der Explosion der Bohrinsel Deepwater Horizon Ende April strömen dort täglich hunderttausende Liter Öl ins Meer. Allein Im US-Bundesstaat Louisiana sind nach offiziellen Angaben inzwischen rund 160 Kilometer der Küste von anlandendem Öl betroffen. Zuvor hatte sich der Start der Operation verzögert.

“Keine Nachrichten sind gute Nachrichten“, sagte Admiral Thad Allen von der US-Küstenwache, der die umstrittene Operation überwachte. Nun müsse man abwarten. Bisher gebe es zumindest nichts Negatives zu vermelden. BP-Manager Doug Suttles versicherte, der Konzern tue alles, um zu verhindern, dass weiter Öl ins Meer fließe. “Wir erledigen diesen Top-Kill-Job so zügig und effizient wie möglich“, sagte er am Mittwochabend (Ortszeit). 

Niemand weiß genau, wie viel Öl seit der Explosion der Bohrplattform “Deepwater Horizon“ Mitte April bereits ausgetreten ist. Experten gehen von mindestens 26,5 Millionen Litern aus.

Der Ölkonzern BP überträgt die Operation in einem Livestream.

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Das Unternehmen gilt als riskant: Geht etwas schief, können die Lecks und damit die Katastrophe sogar noch vergrößert werden. Bislang sind aus dem Leck mindestens sieben Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko geströmt und haben eine Ölpest gigantischen Ausmaßes verursacht. Hayward sagte am Mittwoch dem US-Sender NBC, bis man wisse, ob “Top Kill“ wirklich Erfolg hatte, könnten noch “ein oder zwei Tage“ vergehen.

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