BP: Verschließung des Bohrlochs verzögert sich

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Washington - Die Arbeiten an einer Auffangglocke zur Eindämmung der Ölpest im Golf von Mexiko verzögern sich. Zunächst müssen weitere Analysen durchgeführt werden.

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Der BP-Konzern verschob wichtige Tests, weil der Sonderbeauftragte der Regierung für die Bekämpfung der Ölpest, Thad Allen, weitere Analysen gefordert hatte. Deshalb wird nun vorerst weiter Öl ins Meer strömen.

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Die Experten hoffen, mit der neuen Vorrichtung dem Leck Herr zu werden und das austretende Öl erstmals komplett auffangen und abpumpen zu können. Die Ingenieure hätten nach dem Zeitplan am Dienstagabend eigentlich damit beginnen sollen, die Ventile an dem Trichter langsam zu schließen. Die notwendigen Vorkehrungen waren getroffen. Doch Allen sagte nach einem Treffen mit Regierungsbeamten, Wissenschaftlern und Geologen, die Operation „könnte von zusätzlichen Berechnungen profitieren”. Er sagte nicht, wann voraussichtlich mit den Test begonnen wird.

Derweil hat das Weiße Haus dem Ölkonzern BP zum vierten Mal eine Rechnung über Kosten für die Bekämpfung der Ölpest präsentiert. Für die Maßnahmen am Golf von Mexiko stellte die US-Regierung dem britischen Unternehmen 99,7 Millionen Dollar (knapp 80 Millionen Euro) in Rechnung. Drei frühere Rechnungen hatten sich auf 122 Millionen Dollar summiert. Mit den Zahlungen soll BP den Einsatz staatlicher US-Behörden zur Krisenbekämpfung abgelten.

Für BP stellen sie freilich nur einen Bruchteil der bisherigen Kosten dar. Nach Firmenangaben kostete die Ölpest im Golf von Mexiko den Konzern bereits 3,5 Milliarden Dollar. Die BP-Plattform „Deepwater Horizon“ vor der Südküste der USA war am 20. April explodiert und zwei Tage später gesunken.

dpa

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