Pressemeldung Gebirgsjägerbrigade 23

Bayerische Gebirgsjäger gewinnen „Edelweiß Raid“

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Österreich - „Mittenwalder Jager“ holen sich den Sieg bei der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Gebirgssoldaten:

Ende Februar führte die 6. Jägerbrigade des Österreichischen Bundesheeres die neunte Auflage der „Edelweiß Raid“ in den Tuxer Alpen in Tirol durch. Bei dem anspruchsvollen Gebirgskampfwettkampf, der als die inoffizielle Weltmeisterschaft der Gebirgssoldaten gilt, nahmen 23 Mannschaften aus zwölf Nationen teil. Die Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ stellte fünf Teams, die sich bravourös schlugen. Den Titel des „Weltmeisters“ und „Vizeweltmeisters“ sicherten sich dabei die beiden Mannschaften des Gebirgsjägerbataillons 233 aus Mittenwald vor einem österreichischen Team.

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4.200 Höhenmeter und 40 Kilometer Die 184 teilnehmenden Soldaten erwartete ein sehr fordernder Wettkampf in den Tuxer Alpen, bei dem sie an zwei Wettkampftagen rund 4.200 Höhenmeter im Aufstieg und 40 Kilometer Marschstrecke auf Tourenskiern zurücklegen mussten. Dabei führten die achtköpfigen Mannschaften je Soldat einen 15 Kilogramm schweren Rucksack mit Waffe sowie die „Universaltrage 2000“, ein Rettungsmittel zum Transport von Verwundeten, mit sich. Der militärische Wettkampf forderte neben enormer körperlicher Fitness und Durchhaltefähigkeit, auch Teamfähigkeit sowie skifahrerisches und militärisches Können. 

Die Gebirgssoldaten mussten während des Wettkampfs verschiedene militärische Aufgaben wie Schießen, Handgranatenwerfen, Klettern und Abseilen bewältigen. Orientieren im Gebirge, die Suche nach einem Verschütteten sowie die Bergung und der Transport eines Verletzten rundeten die Vielzahl der Aufgaben ab. Zwischen den beiden Wettkampftagen biwakierten die Soldaten in Zelten auf über 2.000 Meter Höhe über dem Meeresspiegel.

Internationaler Spitzenwettkampf 23 Spitzenteams aus zwölf Nationen kämpften bei der „Edelweiß Raid“ nicht nur um den Sieg, sondern auch darum, mit allen Teilnehmern den Wettkampf zu überstehen und gemeinsam das Ziel zu erreichen. „Unsere österreichischen Kameraden haben den Wettkampf sehr professionell organisiert“, lobt Leutnant Christoph B. die Organisatoren. Der 24-jährige Zugführer des Aufklärungszugs der 5. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 233 lief im Siegerteam mit. 

„Der Wettkampf stellt hohe Anforderungen an das infanteristische und alpine Können“, erläutert der Heereshochgebirgsspezialist. Und ergänzt: „Die Leidensbereitschaft muss sehr hoch sein.“ Dass der Wettkampf den Soldaten alles abverlangte, zeigte sich auch am Ergebnis. Sechs Mannschaften konnten den Wettkampf nicht beenden.

Deutsche Gebirgsjäger ganz oben 

Am Ende der beiden strapaziösen Tage setze sich die erste Mannschaft des Hochgebirgsjägerzugs des Gebirgsjägerbataillons 233 aus Mittenwald mit rund 45 Minuten Vorsprung in einer Gesamtzeit von 14.51 Stunden durch. Den zweiten Platz errang eine weitere Mannschaft der „Mittenwalder Jager“ dicht gefolgt von einer Mannschaft des Führungsunterstützungsbataillons 2 aus Österreich. Auch die anderen Teams der Gebirgsjägerbataillone 231 aus Bad Reichenhall und 232 aus Bischofswiesen sowie des Gebirgsaufklärungsbataillons 230 aus Füssen konnten mit den Rängen 7, 11 und 16 beachtliche Platzierungen erreichen. „Das hier ist wirklich die Königsklasse“, freute sich Leutnant B. sichtlich erschöpft, aber auch erleichtert im Ziel.

Besonderes Fähigkeitsprofil der Gebirgstruppe „Es freut mich sehr, dass unsere Gebirgssoldaten nach dem hervorragenden Abschneiden bei der ‚International Mountain Warfare Patrol‘ Mitte Februar, ihr Leistungsvermögen bei der ‚Edelweiß Raid‘ bestätigen konnten“, betont Brigadegeneral Jared Sembritzki, Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23. „Auch dieser Wettkampf stellt das besondere Fähigkeitsprofil der Gebirgstruppe, im

schwierigen bis extremen Gelände kämpfen zu können in den Mittelpunkt“, erläutert der Brigadekommandeur.

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