Bilder der Verwüstung aus Nachbarland

Schneechaos in Österreich: Schätzungen zur Schadenshöhe im Millionenbereich

Aufräumarbeiten nach Schlammlawine in Österreich
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Ein mit Schlamm bedecktes Auto wurde von Helfern aus einer Garage geschoben.Die Schneefälle und der Starkregen der vergangenen Tage sorgen in Teilen Österreichs für massive Gefahren und Behinderungen.

Österreich/Tirol - Nachdem das Schneechaos am Montag, den 18. November) in Tirol und Österreich wütete, gibt es nun eine erste Entspannung, aber noch keine Entwarnung:

Update, 9.55 Uhr: Erste Schätzungen zur Schadenshöhe

Ersten Schätzungen zufolge ist mit Schäden im Salzburger Land in der Höhe von rund sechs Millionen Euro zu rechnen. Geschädigte können einen Beihilfeantrag innerhalb eines halben Jahres nach dem Schadensereignis beim Land Salzburg über die Schadensgemeinde einreichen.

In Tirol ist laut ersten Einschätzungen durch die Unwetter in den vergangenen Tagen ein Schaden von rund zehn Millionen Euro verursacht worden. Dies berichtet die Tiroler Tageszeitung. Derzeit gäbe es eine Entspannung, "wir müssen aber weiterhin auf der Hut sein", sagte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Dienstag bei einer Pressekonferenz nach der Regierungssitzung. Das Land stelle nun Mittel aus dem Katastrophenfonds zur Verfügung. Auf welche Summe sich die Schäden tatsächlich belaufen, könne man aber erst zum Schluss genau beurteilen, sagte Platter, der die Gefahr in Osttirol noch nicht gebannt sah.

Update, Mittwoch (20. November) 6.33 Uhr: Noch keine Entwarnung

Dienstag (19. November)  konnten im Lauf des Tages auch für Muhr im Lungau und für Bad Hofgastein die Zivilschutzwarnungen aufgehoben werden. Die Aufräumarbeiten nach dem Strakregen gingen unvermindert weiter, doch wurden auch Dienstag noch vorsorglich Häuser evakuiert, da nach wie vor mit Hangrutschungen zu rechnen ist.

„Mit vereinten Kräften wurde heute wieder Großartiges geleistet. Die zahlreichen Helferinnen und Helfer haben sich unermüdlich für eine rasche Beseitigung der Behinderungen und den Schutz von Personen und Gebäuden eingesetzt. Ihnen gilt unser großer Dank. Viele konnten wieder zurück in ihre Wohnhäuser. Insgesamt bleibt aber die Lage in den betroffenen Landesteilen ernst“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer. 

Im Gasteinertal sind nach wie vor mehr als 20 Häuser evakuiert, im Lungau nur noch ein Gebäude in Zederhaus. Bis auf wenige Ausnahmen haben am Mittwoch alle Schulen wieder Normalbetrieb.

Update, 15.03 Uhr: Bilder der Verwüstung

Seit den frühen Morgenstunden sind hunderte Helfer wieder unermüdlich im Einsatz. Nach dem heftigen Starkregen mit unzähligen Erdrutschungen und Murenabgängen sind die Aufräumarbeiten weiter voll im Gang. Alleine im Gasteinertal und im Raurisertal sind jeweils hunderte, abgerutschte Hänge gesichtet worden. Die Ortschaft Muhr hat es dabei besonders hart getroffen. In Häusern, Garagen und Hallen haben sich mehrere Tonnen Schlamm angesammelt.

Ein Feuerwehrmann spritzt verschlammte Gegenstände ab. In dem Ort kam es zum Abgang einer Schlammlawine. Die Schneefälle und der Starkregen der vergangenen Tage sorgen in Teilen Österreichs für massive Gefahren und Behinderungen

Update, 13.18 Uhr: Bub (3) aus Bergdorf gerettet

Im Bergdorf Heiligenblut musste der dreijährige Rafael wegen der Diagnose "Blinddarmdurchbruch" mit einem Helikopter in ein Kilinikum geflogen werden. Das berichtet kernten.orf.at

Die Rettung des kleinen Patienten gestaltete sich aber schwierig, da das Dorf aufgrund des Schneechaos schwer zu erreichen ist. Die Feuerwehr sperrte und räumte daraufhin die Apriacher Landesstraße, sodass der Hubschrauber landen und der kleine Rafael somit gerettet werden konnte. 

Update, 12.11 Uhr: Schnee auf Stromleitung sorgt für Gefahr

Am Sonntag wurde ein Video auf der Facebook-Seite der Feuerwehren in Südtirol ein Video veröffentlicht, welches viral ging: Die Last des Schnees auf den Starkstromleitungen in einem Wald sorgte für Gefahr: 

Am Montag hatten etliche Nachrichtensender über diese spektakulären und zugleich erschreckenden Aufnahmen berichtet.

Update, 11.22 Uhr: Schnee verhinderte Hochwasser in Salzburg

Bernhard Niedermoser, Leiter der (ZAMG) sagte im Gespräch mit salzburg24.at, dass es sich bei den Niederschlagsmengen, die im November gefallen sind,um ein 150-jähriges Ereignis handele.

"Was wir am Wochenende erlebt haben, dabei handelt es sich um ein selten intensives Niederschlagsereignis mit einer Wiederkehrszeit von 100 bis zu 150 Jahren.", so Niedermoser gegenüber der Zeitung.

Laut dem Leiter der ZAMG sei ein Hochwasser nur verhindert worden, da der Schnee den Niederschlag gut aufgefangen und verteilt habe. So sei es beispielsweise "nur" zu Murenabgängen gekommen und zu keinem Hochwasser.

Update, 10.34 Uhr: Beträchtliche Schadenssumme wegen Schneechaos

Im Jahr 2019 muss der Katastrophenfonds des Landes Salzburg eine Summe von 16 Millionen Euro auszahlen - das ist mehr, als je ausgezahlt werden musste. Die Schäden, die in den letzten Tagen hinzugekommen sind, machen von der genannten Summe allein schon sechs bis sieben Millionen Euro aus. Das berichtet salzburg24.at

Der zuständige Landesrat, Josef Schwiger (ÖVP) sagte gegenüber der Zeitung: "2019 ist ein Katastrophenjahr". 2019 wurden insgesamt 2.282 Schäden gemeldet. Am Montag waren es 1.009 Fälle aus 92 Gemeinden, so salzburg24.at.

Der Fokus der Aufräumarbeiten liegt laut Schwaiger auf den angerissenen Hängen, die nun vor weiteren Murenabgängen abgesichert werden.

Update, 8.47 Uhr: Salzburg beginnt mit den Aufräumarbeiten

Während in Tirol weiterhin mit dem Schneechaos gekämpft wird, beginnt man im Salzburger Land mit den Aufräumarbeiten. Der Montag hat auch dort heftige Spuren hinterlassen. Ein Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes sagte gegenüber salzburg24.at: "In der Nacht ist es ruhiger geworden, nun beginnen die Aufräumarbeiten. Die Schwerpunkte liegen in Bad Gastein, Bad Hofgastein, Hüttschlag und Bruck". Zwar hat die ZAMG auch für das Land Salzburg weiteren Schneefall vorausgesagt, doch soll das Wetter nicht so extrem ausfallen, wie die Tage zuvor.

Update, 7.23 Uhr: Hang setzt sich in Bewegung

In der Nacht von Montag auf Dienstag gab es in Tirol zahlreiche Hangrutsche und Murenabgänge und Überschwemmungen, die die Einsatzkräfte auf Trab hielten, wie die Tiroler Tageszeitung berichtet. 

Ein durchweichter Hang mit einer Breite von 20 Metern begann isch zu bewegen. So musste folglich ein Haus und dessen Bewohnerin (92) samt ihrer Pflegerin evakuiert werden. Auch die Pferde, die auf dem Hang untergebracht waren, wurden in einen anderen Unterschlupf gebracht.

Erstmeldung, Dienstag, 19. November, 6.50 Uhr:

In Tirol besteht weiterhin die große Gefahr vor Lawinen, laut der Tiroler Tageszeitung besteht Lawinenstufe 4. Die Zeitung zitiert hier die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Laut der ZAMG können sich in den hohen Lagen aufgrund des zu erwartenden Neuschnees Schneebretter lösen. Von einem Aufenthalt an Pistenrändern wird dringend abgeraten.

Laut vienna.at werden in Osttirol und Kärnten am Dienstag starke Niederschläge erwartet. Es besteht die Gefahr von umstürzenden Bäumen, Überschwemmungen und Hangrutschen. 

Am Montag blieben zahlreiche Schulen geschlossen, auch am Dienstag heißt es für viele Schüler: schneefrei, so die Tiroler Tageszeitung. Laut der Bildungsdirektion in Osttirol, werden die mittleren und höheren Schulen am Dienstag wieder öffnen. An allgemein bildenden Schulen kann selbst entschieden werden, ob diese am Dienstag öffnen. Besorgte Eltern können ihre Kinder zuhause lassen.

In der Nacht von Montag auf Dienstag und auch im Laufe des Dienstagmorgens konnte auch die Hälfte der betroffenen Haushalte ohne Strom (1000) wieder mit mit Storm versorgt werden.

Auf der Facebook-Seite des Landes Salzburg wurde ein Video veröffentlicht, in welchem die Lage vor Ort dargestellt wird.

Die Ereignisse von Montag

Am Montag galt in Österreich und Tirol der Ausnahmezustand: Der anhaltende Regen und Schneefall haben zahlreiche Murenabgänge und sogar Lawinen ausgelöst. Viele Häuser wurden beschädigt oder sogar ruiniert. Bislang gibt es einen toten Mann, dessen Haus von einer Mure komplett zerstört wurde. Zahlreiche Menschen wurden von der Außenwelt abgeschnitten, auch die Stromversorgung versagte.

Murenabgang in Bad Gastein schneidet Ort von Außenwelt ab

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 © FMT-Pictures - PP
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In Osttirol filmte ein Bewohner, wie eine Lawine sich das Dort herabschiebt. Lufaufnahmen vom Montag zeigen das Ausmaß, der Lage entlang des Alpenhauptkamms.

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