Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Pakistanische Provinz sagt Diskriminierung den Kampf an

Transgender-Quote in Lokalregierungen: „Großer Schritt“ zu mehr politischer Repräsentanz

Pakistan führt erste Transgenderquote für Provinzregierung ein
+
Eine Frau geht an einem Werbeplakat für den Film „Joyland“ vorbei, das vor einem Kino angebracht ist. Der pakistanische Film sorgte für Aufregung, weil er die Beziehung zwischen einem verheirateten Mann und einer Transfrau darstellte. Als erste pakistanische Provinz hat Sindh eine Quote für transgeschlechtliche Menschen im Parlament eingeführt.

Während man sich in Deutschland über die Frauen-Quote den Kopf zerbricht, gibt es in Asien schon die Transgender-Quote. Geht es nach der pakistanischen Provinz Sindh, so sollen künftig ein Prozent der Sitze in Lokalregierungen transgeschlechtlichen Menschen vorenthalten sein.

Islamabad – In Pakistan wurde eine Quote für transgeschlechtliche Menschen in Bezirksregierungen und Kommunalverwaltungen eingeführt. Künftig werde ihnen ein Prozent der Sitze vorbehalten sein, sagte der Informationsminister der Provinz Sindh, Said Rani.

Transgeschlechtliche Menschen sollten spüren, „dass sie ein Teil der Gesellschaft sind“, sagte Rani weiter. Transgender-Aktivisten feierten den Beschluss als „großen Schritt“. Bindiya Rana, Vorsitzende der Organisation „Gender Interactive Alliance“, zeigte sich hoffnungsvoll, dass die Quote transgeschlechtlichen Menschen zu mehr Rechten und politischer Repräsentanz verhelfe.

Pakistan stemmt sich gegen Diskrimminierung

Im konservativ-muslimischen Pakistan sind transgeschlechtliche Menschen starker Diskriminierung ausgesetzt. Neben Belästigung kommt es sogar immer wieder zu Fällen von Tötung und Verschleppung. Viele dieser Fälle werden nie bei der Polizei angezeigt, weil sich Betroffene nach eigenen Angaben auch dort vor Diskriminierung fürchten. Häufig werden transgeschlechtliche Menschen zudem von ihren Familien verstoßen und müssen sich mit Prostitution über Wasser halten.

Bereits im September vergangenen Jahres rief Pakistan eine Telefon-Hotline ins Leben, bei der sich transgeschlechtliche Menschen im Falle einer Belästigung melden können. Seit 2018 haben transgeschlechtliche Menschen in dem südasiatischen Land die Möglichkeit, ihr Geschlecht in Dokumenten zu ändern. Kritiker des Gesetzes verlangen jedoch weiter, dass eine Änderung des offiziellen Geschlechts nicht ohne medizinische Untersuchung möglich sein sollte.

aic mit Material der dpa

Kommentare