Ausgangspunkt in 110 Kilometern Tiefe

Heftiges Erdbeben erschüttert den Norden von Peru - neue Angaben zu Verletzten

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Martín Vizcarra (M.), Präsident von Peru, spricht mit Journalisten bevor er zum Yurimaguas fliegt. Ein starkes Erdbeben hat den Norden von Peru erschüttert.

Ein heftiges Erdbeben hat Peru erschüttert. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Bebens mit 8,0 an. Nun gab das Gesundheitsministerium erste Angaben zu Verletzten.

Update 16.30 Uhr: Nach Angaben des Gesundheitsministerium wurden bei dem Erdbeben in Peru fünf Menschen verletzt. Sie seien in Krankenhäuser gebracht worden. Berichte über Tote lagen zunächst nicht vor.

Unsere Erstmeldung vom 26. Mai, 13.30 Uhr

Lima - Ein starkes Erdbeben hat den Norden von Peru erschüttert. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Bebens vom Sonntag mit 8,0 an. Der Ausgangspunkt habe 75 Kilometer südöstlich der peruanischen Ortschaft Lagunas in der Region Loreto in einer Tiefe von etwa 110 Kilometern gelegen. Die peruanische Erdbebenwarte IGP gab die Stärke des Bebens um 2.41 Uhr (Ortszeit) mit 7,5 und die Tiefe mit 141 Kilometern an. „Man konnte nicht laufen, weil das Beben so stark war“, sagte der Bezirksbürgermeister Arri Pezo Murayari im Radiosender RPP.

Erdbeben in Peru: Berichte über Verletzte oder Tote lagen zunächst nicht vor

Berichte über Verletzte oder Tote lagen zunächst nicht vor, wie das Einsatzzentrum des Katastrophenschutzes mitteilte. Allerdings wurden mindestens elf Häuser stark beschädigt. In der Ortschaft Yurimaguas stürzte die Ecke eines Hauses ein, wie auf einem von der Feuerwehr veröffentlichten Video zu sehen war. In mehreren Dörfern fiel zudem der Strom aus.

„Das starke Beben am frühen Morgen war in verschiedenen Regionen des Landes zu spüren. Wir überprüfen nun die betroffenen Gebiete“, schrieb Perus Präsident Martín Vizcarra auf Twitter. „Wir bitten die Bürger darum, Ruhe zu bewahren.“

Anfang März hatte ein Erdbeben der Stärke 7,0 den Süden des südamerikanischen Landes erschüttert. Das Beben damals ereignete sich in einer Tiefe von 270 Kilometern. Dabei wurden nach Angaben des Katastrophendienstes Indeci weder Opfer noch Schäden verzeichnet. „Erdbeben aus einer solchen Tiefe kommen an der Oberfläche deutlich abgeschwächt an“, sagte damals der Pressesprecher des Deutschen Geoforschungszentrums (GFZ) in Potsdam, Josef Zens.

In Peru kommt es immer wieder zu starken Erdbeben, weil in der Region verschiedene Platten der Erdkruste aufeinandertreffen. Das Land liegt am Pazifischen Feuerring, der an der gesamten Westküste des amerikanischen Doppelkontinents entlangläuft.

dpa

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