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Pinkel-Gate bei Air India

Top-Banker (34) uriniert in Flieger auf Frau – Airline-Besitzer äußern sich

Ein Flugzeug der Air India in der Luft
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Ekelhafter Vorfall über den Wolken: In einer Maschine von Air India soll ein Manager eine andere Passagierin angepinkelt haben. (Symbolbild)

Ein Top-Banker soll während eines Langstreckenflugs von New York nach Delhi (Indien) auf eine 72 Jahre alte Passagierin gepinkelt haben. Und damit nicht genug: Denn die Flugbegleiter sollen nicht durchgegriffen haben. Jetzt äußern sich endlich die Besitzer der Airline zu dem Vorfall.

Update, Dienstag (10. Januar): Airline-Besitzer melden sich

Nachdem ein Mann in einem Air-India-Flugzeug auf eine Mitreisende uriniert haben soll, hat sich die hinter der Airline stehende Tata Group geäußert. Der Fall schmerze ihn und seine Kollegen bei Air India persönlich, sagte der Vorsitzende der Tata Group, Natarajan Chandrasekaran, am Sonntag in einer Mitteilung. „Die Reaktion von Air India hätte viel schneller sein sollen. Wir haben nicht der Situation gerecht gehandelt.“

Ende November soll ein betrunkener Mann während eines Fluges von Neu York nach Delhi auf eine ältere Frau uriniert haben. Eine entsprechende Anzeige bei der Polizei sei erst vergangene Woche erstattet worden, berichteten örtliche Medien. Die Frau habe demnach gesagt, dass ihre Kleider, Schuhe und das Gepäck von Urin durchnässt gewesen seien. Das Kabinenpersonal habe ihr einen Airline-Schlafanzug und Socken gegeben und als alternativen Sitzplatz habe sie statt einem freien Platz in der ersten Klasse einen kleineren Crew-Sitzplatz erhalten.

Frau bekam Geld für Ticket zurück

Der Fall hat in den indischen Medien und auf sozialen Netzwerken für viele entsetzte Reaktionen gesorgt. Die indische Aufsichtsbehörde für die zivile Luftfahrt nannte das Verhalten der Airline „unprofessionell“. Auch die Frau und ihre Familie hatten Druck gemacht. Schließlich wandte sich die Firma vergangene Woche an die Polizei.

Der Arbeitgeber des Mannes, das US-Finanzinstitut Wells Fargo, hatte ihn nach eigenen Angaben am Freitag wegen des Vorfalls entlassen. Inzwischen wurde er auch von der Polizei in Bengaluru festgenommen. Von Air India hieß es, dass es eine interne Untersuchung gebe, das betroffene Kabinenpersonal derzeit nicht im Dienstplan berücksichtigt würde und auch die Richtlinien zum Alkoholverkauf an Bord überprüft würden. Sie hätten der Frau zudem den Ticketpreis zurückerstattet.

Erstmeldung

Weil er bei einem Transatlantikflug auf eine ältere Mitreisende uriniert haben soll, ist ein indischer Manager von der Polizei festgenommen worden. Ein Polizeisprecher in Delhi bestätigte der Nachrichtenagentur AFP am Samstag die Festnahme des Managers Shankar Mishra, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. 

Den Ermittlern zufolge war der Beschuldigte zunächst untergetaucht, konnte aber Medienberichten zufolge über seine regen Online-Aktivitäten und Kreditkartenzahlungen in der Stadt Bangalore geortet werden. Er wurde demnach in die Hauptstadt Neu-Delhi gebracht, wo die Polizei nun den Vorwürfen nachgeht.

Eine 72-jährige Passagierin hatte sich schriftlich bei der Fluggesellschaft Air India beschwert und berichtet, der offenbar betrunkene Mishra habe sie Ende November auf einem Flug von New York nach Neu Delhi angepinkelt. Air India schaltete daraufhin die Polizei ein. 

Air India räumt Versäumnis ein

In einem über einen Anwalt verbreiteten Schreiben hieß es zunächst, Mishra habe die Angelegenheit mit der Betroffenen bereits geregelt und für die Reinigung ihrer Kleidung und ihres Gepäcks bezahlt. Mishras bisheriger Arbeitgeber, die US-Großbank Wells Fargo, hatte den Manager bereits am Freitag nach Bekanntwerden der „zutiefst verstörenden“ Vorwürfe gefeuert. 

Air India räumte am Samstag ein, sie habe es versäumt, den Vorfall „besser zu handhaben“ und überprüfe ihre Richtlinien für den Ausschank von Alkohol auf Flügen. Die Fluggesellschaft war wegen ihres unangemessenen Umgangs mit der Beschwerde der Frau heftig kritisiert worden, auch weil sie den Vorfall nicht rechtzeitig gemeldet hatte.

US-Großbank feuert Manager

Die Fluggesellschaft hielt nun alle ihre Mitarbeitenden an, solche Fälle in Zukunft immer den Behörden zu melden, berichtet der „Focus“ mit Verweis auf den indischen Sender NDTV. „Die Abneigung der betroffenen Passagierin ist völlig verständlich, und wir teilen ihren Ärger“, so die Angaben der Airline.

In einem über einen Anwalt verbreiteten Schreiben hieß es zunächst, Mishra habe die Angelegenheit mit der Betroffenen bereits geregelt und für die Reinigung ihrer Kleidung und ihres Gepäcks bezahlt. Mishras bisheriger Arbeitgeber, die US-Großbank Wells Fargo, hatte den Manager bereits am Freitag nach Bekanntwerden der „zutiefst verstörenden“ Vorwürfe gefeuert.

Weiterer Pinkel-Vorfall bei Air India

Und die Airline hat mit einem weiteren Fall von „Pinkel-Gate“ zu tun. Wie das Magazin „Focus“ online berichtet, soll außerdem am 6. Dezember ein anderer, ebenfalls betrunkener Mann auf einem Flug von Air India von Paris nach Delhi ebenfalls mitten in der Kabine uriniert haben. Er habe auf die Decke einer Frau gepinkelt, wie die lokalen Medien berichten. In diesem Fall war der Mann bei der Ankunft von der Polizei erwartet worden, weil der Pilot die Behörden informiert hatte.

mh/afp

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