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Von Beagle ausgetragen

Niedlicher Welpe ist der erste geklonte Polarwolf der Welt

Maya ist der erste geklonte Polarwolf der Welt.
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Maya ist der erste geklonte Polarwolf der Welt.

In China ist ein besonderer Polarwolf zur Welt gekommen. Maya wurde geklont und von einer Beagle-Hündin ausgetragen.

Peking - Dolly, das Schaf, ist den meisten ein Begriff. Es ging als erstes geklontes Säugetier in die Geschichte ein. 26 Jahre ist Dollys Geburt mittlerweile her. In Deutschland hat der Begriff „klonen“ noch immer einen negativen Beigeschmack. Viele sehen darin einen Eingriff in die Natur. In anderen Ländern ist das Klonen von Tieren unterdessen zu einem Geschäft geworden. Für den Preis eines Kleinwagens können Kunden ihren verstorbenen Liebling neu auferstehen lassen. Während die Gene der beiden Tiere zu 99 Prozent übereinstimmen, kann das Aussehen dennoch leicht variieren.

Um einen Hund zu klonen, wird dem Tier, das „kopiert“ werden soll, Erbgut aus einer Körperzelle entnommen. Dieses wird in eine Eizelle gespritzt, aus der zuvor der Zellkern entfernt wurde. Daraus entsteht ein Embryo, der wiederum in die Gebärmutter eines anderen Hundes eingepflanzt und von diesem ausgetragen wird. Haustier-Klonfirmen gibt es mittlerweile in China, Südkorea und den USA.

Beagle-Hündin bringt Polarwolf zur Welt - Maya ist eine von 137 gezüchteten Embryos

Sinogene ist eines dieser Haustierklonunternehmen. Geklont werden dabei nicht nur Hunde, sondern auch andere Tiere wie Katzen oder Pferde. Nun hat sich das Unternehmen auf ein weiteres Feld spezialisiert: Dem Klonen von bedrohten Arten. Das Ergebnis davon ist Maya, ein kleiner niedlicher Polarwolfwelpe.

Polarwölfe sind äußerst selten. Die Unterart der Wölfe kommt im Norden Kanadas sowie an der Nord- und der Ostküste Grönlands vor. Zwar haben die Wölfe keine natürlichen Feinde und sind in ihren Lebensräumen auch vor dem Menschen sicher, doch der Klimawandel könnte ihre Art in naher Zukunft gefährden.

Das Klonen von Maya ist laut Sinogene-Chef Mi Jidong ein langer Prozess mit „zwei Jahren mühsamer Anstrengungen“ gewesen, wie das Unternehmen bei einer Pressekonferenz in Peking mitteilte. Dazu wurde der Mutterwölfin, die ebenfalls Maya hieß, Genmaterial entnommen, aus dem im Labor insgesamt 137 Embryos gezüchtet wurden, berichtet t3n.de. 85 davon konnten erfolgreich in sieben Beagle-Hündinnen eingepflanzt werden. Da nicht genügend Polarwölfe in Gefangenschaft leben, um ihnen die Embryos einzupflanzen, griffen die Forscher auf die Jagdhunde zurück. Denn Hunde und Wölfe teilen sich noch genug Genmaterial, was ein Austragen der Embryos möglich macht.

Polarwolf Maya wurde als Embryo in eine Beagle-Hündin eingepflanzt und von ihr ausgetragen.

Nur einer der 85 Embryos hat das Licht der Welt erblickt. Maya wurde am 10. Juni 2022 in einem Labor in Peking geboren. Ihre genetische Mutter ist längst nicht mehr am Leben. Die Polarwölfin starb im Harbin Polarland, einem Wildpark im Nordosten Chinas, an Altersschwäche.

Chinesische Haustierklonfirma will Gensaatgut von gefährdeten Wildtieren retten

Bei Maya allein soll es laut Sinogene nicht bleiben. Wie das Unternehmen bekannt gab, wollen das Haustierklonunternehmen und der Beijing Wildlife Park in Zukunft zusammenarbeiten und sind daher eine Partnerschaft eingegangen. Mithilfe der Klontechnologie will Sinogene somit zur Erhaltung von Gensaatgut bei seltenen und gefährdeten Wildtieren beitragen. Im Fall von Maya stehen jedoch vorerst noch weitere Untersuchungen aus. Man müsse klären, ob das Klonen potenzielle Gesundheitsrisiken verursachen könnte, so Sinogene.

Auch in anderen Ländern laufen die Forschungen für Klone auf Hochtouren. Die University of Melbourne will mithilfe eines Klon-Labors den Tasmanischen Tiger wiederbeleben. In Malaysia könnte das bereits ausgestorbene Sumatra-Nashorn mittels eingefrorener Eizellen ebenfalls demnächst wieder zum Leben erweckt werden.

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