Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Spektakuläre Festnahme

Polizei fasst Mexikos Drogenkartell-Boss

Drogenkartell Mexiko Festnahme Tempelritter
+
In Mexiko ist der Boss eines großen Drogen-Kartells festgenommen worden.

Morelia  - Er war der letzte große Drogenkartell-Boss Mexikos auf der Flucht. Früher stürzte er die Region Michoacán ins Chaos und verbreitete Angst und Schrecken. Jetzt sitzt Servando Gómez Martínez, „La Tuta“, in Haft.

Einst war er der unumstrittene Herrscher im mexikanischen Bundesstaat Michoacán, jetzt ist der Chef des mächtigen Drogenkartells „Caballeros Templarios“ (Tempelritter) den Ermittlern ins Netz gegangen. Beamte hätten Servando Gómez Martínez alias „La Tuta“ in der Stadt Morelia gefasst, teilte die Bundespolizei am Freitag mit. Der ehemalige Lehrer war der meistgesuchte Verbrecher des Landes.

Seit Streitkräfte und Polizei vor rund einem Jahr wieder die Kontrolle über die Unruheregion Michoacán im Westen des Landes übernommen hatten, war „La Tuta“ auf der Flucht. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte ein Kopfgeld von 30 Millionen Pesos (1,8 Mio Euro) auf ihn ausgesetzt. Auch die US-Behörden suchten ihn wegen Drogenschmuggels.

Die Tempelritter waren aus der „Familia Michoacana“ hervorgegangen und sind in den Verkauf synthetischer Drogen, illegalen Bergbau und Schutzgelderpressung verwickelt. In ihrer Hochburg Michoacán ist die Gruppe tief in der Bevölkerung verwurzelt und präsentiert sich als soziale Bewegung, die Schulen baut und Kleinkriminelle verfolgt.

Allerdings pressten die Tempelritter den Menschen eine Art Steuer auf jede wirtschaftliche Aktivität ab und terrorisierten ihre Gegner. „La Tuta“ hingegen sah sich stets als Wohltäter. „Wir sind Diener“, sagte er einmal in einer Videobotschaft. „Wir kämpfen für die Interessen der Menschen von Michoacán.“

Im vergangenen Jahr geriet das Kartell vonseiten der Sicherheitskräfte und bewaffneter Bürgerwehren erheblich unter Druck. Nachdem die Tempelritter die Abgaben erhöht und gedroht hatten, Mädchen und Frauen zu vergewaltigen, sollte die Steuer nicht entrichtet werden, griffen die Selbstverteidigungsgruppen zu den Waffen und starteten eine Offensive gegen das Kartell.

Angesichts der bürgerkriegsähnlichen Zustände sah sich die Regierung zum Handeln gezwungen. Präsident Enrique Peña Nieto schickte vor rund einem Jahr noch einmal fast 10 000 Soldaten und Polizisten in die bereits stark militarisierte Unruheregion.

Seit der Festnahme des legendären Chefs des Sinaloa-Kartells, Joaquín „El Chapo“ Guzmán, galt „La Tuta“ als der meistgesuchte Drogenboss des Landes. Im Gegensatz zu anderen Kartell-Chefs, die die Öffentlichkeit scheuen, zeigte er sich immer wieder in Videobotschaften.

dpa

Kommentare