Auch zahlreiche Führerschein-Neulinge bei Salzburg ertappt

Friseur, Essen, Panzertape: Raser präsentieren Polizei irre Ausreden

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Dieser Wagen sollte in diesem Zustand von Salzburg nach Wien "überstellt" werden.

Salzburg - Alle Hände voll zu tun hatten die Beamten der Landespolizeidirektion Salzburg in der Woche zwischen 19. und 23. Mai mit Rasern und anderen Verkehrsrowdys. Die betroffenen Personen "präsentierten" dabei zum Teil abenteuerliche Erklärungen für ihr Verhalten.

Zunächst war am Dienstagabend, 19. Mai, gegen 18 Uhr ein 34-Jähriger aus dem Tennengau mit satten 176 Sachen bei erlaubten 100 km/h auf der Tauernautobahn (A10) unterwegs. Bei der anschließenden Kontrolle versuchte er seine Raserei mit einem "dringenden Friseurtermin" zu rechtfertigen. Gegen den Mann wurde ein Führerscheinentzugsverfahren eingeleitet. Außerdem muss er eine satte Geldstrafe zahlen.

Am Mittwochabend, 20. Mai, wurde gegen 22 Uhr in St. Johann eine 18-Jährige, die den Führerschein nur auf Probe besitzt, auf der B311 mit 156 km/h erwischt. Erlaubt waren an dieser Stelle 100 km/h. Ihr Führerschein ist genau so weg wie der eines 20-Jährigen aus Hallein, der im Ortsgebiet von Kuchl (50 km/h) mit 109 Sachen über die Salzachtal-Bundesstraße bretterte. Der Mann gab an, dass er es eilig habe, zum Essen zu kommen. Er bekam obendrauf noch eine Anzeige.

Mit zugeklebter Tür auf Autobahn unterwegs

Einen Tag später, am 21. Mai, ahndeten die Beamten zahlreiche Verstöße: In der Alpenstraße im Stadtgebiet von Salzburg wurde ein junger Mann (19) mit 107 km/h bei erlaubten 50 km/h gemessen. Zudem hielt die Polizei auf der Westautobahn (A1) im Bereich von Eugendorf einen Wagen mit Kurzzeitkennzeichen an. Bei der Kontrolle staunten sogar die Kontrolleure nicht schlecht: Die Fahrertür ließ sich nicht richtig schließen und war lediglich mit "Panzertape" zugeklebt. Auch die Fenster ließen sich weder richtig öffnen noch schließen. Der Fahrer wollte den Wagen eigentlich nach Wien überstellen. Doch die Polizei beendete die Fahrt jedoch an Ort und Stelle.

Doch das war längst noch nicht alles: In Saalfelden wurde ein 20-Jähriger unterwegs, der auf der B311 gefährlich schnell unterwegs war und dabei auch noch riskant überholte. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass der Bursche überhaupt keinen Führerschein besaß und zudem auch noch einfach den Wagen seines Vaters genommen hatte. Er kassierte mehrere Anzeigen. Auch in Salzburg wurde ein 51-Jähriger auf einem Motorrad ohne Führerschein angetroffen. Zudem war die Plakette an der Maschine seit über drei Jahren abgelaufen.

mw/Landespolizeidirektion Salzburg

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