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Urteil gegen die "Hyäne"

HIV-Positiver zwang Jungfrauen und Witwen zum rituellen Sex

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Malawi - Ein befremdlicher Brauch im südostafrikanischen Land Malawi: Sogenannte "Hyänen" zwingen Frauen in traditionellen Ritualen zum Sex.

Durch einen BBC-Beitrag (siehe unten) wurde der Fall bekannt - nun wurde Eric A. (45) auf Anordnung von Malawis Präsident Peter Mutharika verhaftet und verurteilt. Der Richter sagte laut der Nachrichtenagentur dpa: "Diese Kultur hat in Malawi keinen Platz." Der Mann habe keinerlei Respekt gegenüber Frauen.

Ein Gericht verurteilt den Mann nun zu zwei Jahren Haft wegen der Ausübung des Rituals, das nun im Land als "schädliche Kulturpraxis" verurteilt wurde. 

Witwen mussten Sex als "Reinigung" mitmachen

Eric A. wurde dafür bezahlt. Mädchen zu entjungfern und mit frisch verwitweten Frauen zu schlafen. Diese wurden im Rahmen des traditionellen Ritus der "Reinigung" dazu gezwungen, mit ihm Sex zu haben, bevor ihre verstorbenen Ehemänner beerdigt werden konnten. 

Der Mann gab an, mit über 100 Frauen das Ritual durchgeführt zu haben. "Die Mehrheit der Mädchen, mit denen ich geschlafen habe, waren Schulmädchen. Manche von ihnen waren erst 12 oder 13 Jahre alt, aber ich bevorzuge eigentlich Ältere", erklärte er dem BBC. 

Entjungferung durch "Hyänen"

Die Tradition in südlichen Gebieten von Malawi verlangt, dass Mädchen innerhalb von drei Tagen nach ihrer ersten Menstruation durch sogenannte "Hyänen" entjungfert werden. Es ist der Übergang von der Kindheit ins Erwachsenenalter. 

Er ist wissentlich HIV-positiv

Besonders tragisch an dem Fall: Der Verurteilte ist HIV-positiv. Er weiß um die Erkrankung, nutze aber trotzdem nie ein Kondom, angeblich weil es die Tradition untersagt. 

Der Sex verläuft nicht freiwillig ab. Weigern sich die Mädchen und Frauen, befürchten die abergläubischen Dorfbewohner Unglücke, weitere Todesfälle und Krankheiten als Bestrafung. Der 45-Jährige behauptete im BBC-Interview jedoch, alle Mädchen und Frauen hätten den Geschlechtsverkehr mit ihm genossen. 

Der Mann wurde jedoch vor Gericht nicht wegen Vergewaltigung oder Körperverletzung angeklagt, lediglich wegen des Verstoßes gegen das neue Gesetz gegen diese Kulturpraxis.

Nur zwei Witwen sagten gegen den Mann als Zeuginnen aus. Andere Opfer, darunter viele Jugendliche, erschienen nicht vor Gericht. 

Der BBC-Beitrag: 

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