Horror-Tat in Österreich

Rosenheimer Alwin Kunz bei Terror-Anschlag in Wien vor Ort: „Stadt war im absoluten Ausnahmezustand“

Bild von Alwin Kunz
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Alwin Kunz befand sich zur Zeit des Terroranschlags in Wien. Die österreichische Hauptstadt beschreibt der Rosenheimer in den Folgestunden des Anschlags als im „absoluten Ausnahmezustand“ befindlich.

Wien/Rosenheim - Ein furchtbarer Terror-Anschlag erschüttert Wien: Am Montagabend gegen 20 Uhr eröffnen mutmaßlich gleich mehrere Terroristen das Feuer auf Passanten. Der Rosenheimer Alwin Kunz war zum Zeitpunkt der Tat in der Stadt.

„Man hatte das Gefühl, dass sich die Stadt im absoluten Ausnahmezustand befindet“, erzählt der in Wien wohnhafte Rosenheimer Alwin Kunz. Der deutsch-österreichische Doppelstaatsbürger ist aus berufstechnischen Gründen in die österreichische Hauptstadt gezogen. Zum Zeitpunkt des Anschlags (alle Updates im OVB24-Liveticker) befand er sich glücklicherweise nicht in der Nähe. „Wir sind zuhause gewesen, weil wir während der Corona-Pandemie unsere Kontakte nach außen sowieso reduziert haben“. Auf einmal habe er WhatsApp-Nachrichten von Freunden erhalten. Einige davon hätten den Anschlag unmittelbar mitbekommen. Befreundete Polizisten seien nach und nach alarmiert worden, dann kreisten Hubschrauber über der Stadt.

„Natürlich“, so Kunz, „fühlt man sich bei sowas extrem Unwohl“. Aber leider, führt der Rosenheimer aus, müsse man mit solchen Taten mittlerweile immer rechnen. Was er persönlich bemerkenswert gefunden habe, dass seine Freunde die Mitteilungen der Polizei auf sozialen Medien geteilt hätten. Etwa, Bilder und Videos nicht auf Social-Media-Plattformen zu teilen, sondern direkt an die Polizei zu schicken. Und dass man Menschen in den betroffenen Gebieten Unterschlupf gewähren solle, sowie Hilfsangebote bereitstellen solle. Zudem machten auch Nummern für psychologische Betreuung und Hilfestellen die Runde. „Irgendwann sind wir dann ins Bett gegangen, weil der Kopf mit Eindrücken voll war“, führt Kunz aus.

Täter offenbar ein Sympathisant der Terrormiliz IS

Noch sind die genauen Umstände des Terroranschlags nicht gänzlich geklärt. Am frühen Dienstagmorgen hat Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) in einer weiteren Pressekonferenz die Öffentlichkeit informiert. Demnach geht die Terrorattacke von Wien nach den Worten von Nehammer auf das Konto mindestens eines islamistischen Terroristen. Der Attentäter sei ein Sympathisant der Terrormiliz IS gewesen, sagte Nehammer auf einer Pressekonferenz in den frühen Morgenstunden. Der Mann sei mit einem Sturmgewehr bewaffnet gewesen und habe außerdem als Attrappe einen Sprengstoffgürtel getragen. Er habe offenbar Panik verbreiten wollen.

Terroranschlag fordert mehrere Tote

Bei dem Terrorangriff sind mehrere Passanten getötet worden. Zu den Identitäten der Opfer liegen noch keine Informationen vor. Einer der Täter wurde von der Polizei erschossen. Insgesamt 15 Menschen wurden bei der Attacke nahe einer Synagoge in der Nähe des Schwedenplatzes zum Teil schwer verletzt.

>>>Tote und Verletzte bei schrecklichem Terroranschlag in Wien - Alle Updates im Liveticker<<<

-dp-

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