Über diesen Datenschutz-Hinweis lacht das Netz

Salzburger Fleischer warnt seine Kunden vor den Mitarbeitern

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Salzburg - Seit Freitag gilt die neue Datenschutzverordnung der EU. Ein Salzburger Fleischer nimmt die neuen Regeln mit Humor. Und bringt damit viele zum Lachen.

Seit Freitag gilt die neue Datenschutzverordnung der Europäischen Union, kurz DSGVO, in Kraft - und sorgt für ordentlich Wirbel. Denn mit dieser Richtlinie gelten wesentlich schärfere Regeln für den Umgang mit personenbezogenen Daten. Für einen Lacher im Netz hat nun ein Salzburger Fleischer gesorgt, wie oe24.at berichtet.

Demnach warnt der Fleischer seine Kunden davor, wie Daten in seinem Geschäft verarbeitet werden - und das mit einem Augenzwinkern. Denn die Mitarbeiter merken sich mitunter die Namen von Stammkunden und deren Lieblingsfleisch beziehungsweise -wurst. An und für sich ein netter Service, der ja auch für ein Gefühl des Miteinanders sorgt - selbst in einer großen Stadt wie Salzburg mit ungefähr 150.000 Einwohnern.

Doch unterliegt dieser Usus der Mitarbeiter nun der Datenschutzverordnung? Um gar nicht erst Probleme deswegen zu bekommen, hat der Fleischer einen Zettel an die Eingangstüre zu seinem Geschäft gehängt. Darauf erklärt er die Situation mit der neuen Datenschutzverordnung kurz.

"Ich bin nicht einverstanden!"

Jene, die etwas gegen den Service haben, sollen beim Betreten des Geschäftes einfach rufen: "Ich bin nicht einverstanden!". Dann weiß das Personal Bescheid und kann entsprechend reagieren. "Wir werden dann zukünftig so tun, als würden wir Sie nicht kennen", lässt der Fleischer seine Kunden wissen.

Mit diesem Datenschutzhinweis veräppelt der Metzger also ganz klar die neue Richtlinie der Europäischen Union - und scheint einen Nerv zu treffen, denn zahlreiche Nutzer des sozialen Netzwerks Facebook und anderer Angebote im Netz sind begeistert. Der Post ist mittlerweile rund 7.000-mal geteilt worden und hat mehr als 1.700 "Gefällt mir" kassiert (Stand: 29. Mai 2018, 15.15 Uhr).

Strengere Regeln beim Datenschutz

Dabei ist die neue Datenschutzverordnung durchaus etwas Gutes. Denn damit gelten in Europa einheitliche Datenschutzrichtlinien. Nach einer zweijährigen Übergangsfrist ist die neue Datenschutzgrundverordnung am 25. Mai in allen 28 EU-Staaten in Kraft getreten.

Damit sollen vor allem Verbraucher besser geschützt werden. Denn darin wird strenger geregelt, wie Unternehmen, Vereine und Behörden personenbezogene Daten verarbeiten dürfen. So müssen Verbraucher nun auch informiert werden, wer Daten wie Name, Adresse, E-Mail-Adresse und Ausweisnummer aus welchem Grund sammelt - und dann zustimmen, dass diese verarbeitet werden.

ksl

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