Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Offzielle Übergabe

Ehemalige Zollämter an Salzburgs Grenze zu Freilassing bleiben bei der Fremdenpolizei

Die neue Polizeiinspektion „Fremdenpolizei“ an der Saalbrücke wurde nach einem Umbau nun offiziell übergeben
+
Die neue Polizeiinspektion „Fremdenpolizei“ an der Saalbrücke wurde nach einem Umbau nun offiziell übergeben.  

Die staatseigene Immobiliengesellschaft ARE hat das ehemalige Zollamt jetzt offiziell an die Polizei übergeben, die Abteilung Fremdenpolizei mit rund 30 Beamten ist schon seit einem Jahr am südseitigen Gebäude unmittelbar nach der Saalbrücke untergebracht. Damit sind beide Gebäude am ehemaligen Grenzübergang Saalbrücke weiterhin ein Anlaufpunkt für Flüchtlinge. 

Salzburg - Vier Monate lang wurden die bereits angemieteten als auch neue Flächen der ehemaligen Zollgebäude am Grenzübergang für die Fremdenpolizei adaptiert. Den Beamten stehen jetzt insgesamt 700 Quadratmeter Büronutzfläche zur Verfügung. Im bis 2020 leer stehenden Gebäude wurden ein neuer, barrierefreier Zugangs- und Wartebereich, drei Büros, jeweils ein Raum für die Einsatzbegleitung und den Erkennungsdienst sowie drei Hafträume eingerichtet. Dabei wurden in dem eingeschossigen Gebäude auch die Elektro- und EDV-Installationen sowie die Beleuchtung erneuert. 

Die Räume der Anmietung sowie die straßenseitigen Büroräume im Bestand verfügen jetzt über eine Lüftungsanlage und wurden teilweise mit neuen Kunststoff-Alu-Fenstern ausgestattet. Im Einsatzbegleitungsraum erleichtert nun eine Klimaanlage die Dienstverrichtung. Der Hauptzugang wurde um eine beschusssichere Sicherheitstüre und ein Sichtkontaktfenster mit Sprechanlage sicherheitstechnisch aufgewertet. 

Platz an der Grenze reiner Zufall

Bis zum EU-Beitritt Österreichs am 1. Januar 1995 dienten die beiden Gebäude in der Münchner Bundesstraße dem Zoll, später standen sie jahrelang leer. Im Herbst 2015 mussten inzwischen im südlichen Gebäude wieder eingezogene Zollbeamte ausquartiert werden um Flüchtlingen, Helfern und einem Einsatzstab Platz zu machen. Im Winter 2015/2016 warteten jeweils hunderte Männer, Frauen und Kinder im Keller des Gebäudes auf die Weiterreise nach Deutschland und andere EU-Länder. 

Die Fremdenpolizei ist nun genau gegenüber dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl, wo Asylbewerber ihre Angelegenheiten erledigen müssen, also vom Antrag auf Asyl bis zur Ausstellung eines Konventionsreisepasses nach einem positiven Asylbescheid. Dass Fremdenpolizei und die Asylbehörde direkt an der Grenze sind, sei reiner Zufall, weil eben beide Gebäude leer gestanden seien und daher von der Bundes-Immobilien-Gesellschaft dem Innenministerium angeboten worden seien. 

Die Aufgaben der Fremdenpolizei erstrecken sich neben der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, Ruhe und Sicherheit, von Amtshandlungen im Zusammenhang mit Asylanträgen, fremdenrechtlichen Abarbeitungen in Verbindung mit Festnahmen bis hin zu Fahndungsaufgaben, die insbesondere im Rahmen der sogenannten „Schengen-Fahndung“ vollzogen werden. 

hud

Kommentare