Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Trotz hoher Corona-Zahlen und zu geringer Durchimpfung

Salzburg gibt „Kaiserschmarrn-Garantie“ für Skisaison mit Hüttengaudi

Salzburg gibt „Kaiserschmarrn-Garantie“ für Skisaison mit Hüttengaudi
+
Seilbahnen-Sprecher Erich Egger und Tourismus-Chef Leo Bauernberger sind auch dieses Mal überzeugt einen „normalen Winter“ anbieten zu können, auch wenn die genauen Corona-Regeln noch nicht ausgearbeitet sind.

Auch wenn am Wochenende Landeshauptmann Wilfried Haslauer und die gesamte SPÖ-Spitze des Landes trotz Impfung positiv auf Corona getestet wurden und das Bundesland derzeit eine Inzidenz von 163 aufweist blickt der Tourismus im Land wieder einmal hoffnungsvoll auf die bevorstehende Wintersaison

Salzburg - Nach dem „Winter der Einheimischen“ soll es in diesem Winter ein „Winter für alle“ werden. Der vergangene Winter war ein „Totalausfall“. Gemeint ist das geschlossen halten der Gastronomie und Hotellerie, aber im bevorstehenden Winter soll es wieder Skifahren mit Hüttengaudi geben, „wir geben eine Kaiserschmarrn-Garantie“, so Leo Bauernberger, Chef der Salzburg-Land-Tourismus Gesellschaft.

Nach einem „sehr guten Sommer“ mit naturgemäß besseren Zahlen als im Corona-Sommer 2019 - alleine aus Deutschland sind wieder 20 Prozent mehr Gäste gekommen - macht sich der Tourismus bereit für einen „Normal-Winter“. Vor einem Jahr glaubten die Verantwortlichen mit „sehr guten Hygienekonzepten“ den Winter retten zu können, dieses Mal ist es die Impfung, die die Seilbahner und Hoteliers hoffen lässt. Wie labil die Situation ist, zeigt aber, dass es nach nur einer Woche roter Corona-Ampel für das Bundesland schon Absagen und Stornierungen hagelte, „da haben wir sofort ein Problem“, so der Sprecher der Seilbahnen, Erich Egger.

Gletscher eröffnet am 9. Oktober

In diesem Winter hoffen die Touristiker auf rund 80 Prozent des Umsatzes eines Winters vor Corona. Erich Egger von den Bergbahnen und Seilbahnen im Salzburger Land freut sich schon auf den vorhergesagtem Wettersturz am Mittwoch dieser Woche, „denn am 9. Oktober soll die Wintersaison am Gletscher beginnen“, seit 1. Oktober habe der Vorverkauf für Saisonkarten begonnen, „wir nähern uns langsam dem Normalbetrieb an“.

Die groben Corona-Regeln aus dem Gesundheitsministerium wie Maskenpflicht und 3G sind zwar schon eingetroffen, aber eine exakte Durchführungsverordnung fehlt noch. Ohne Hotels und ohne Skihütten hätte es im vergangenen Winter 85 Prozent weniger Skifahrer auf Salzburgs Pisten gegeben, der Einnahmeausfall betrage gar 95 Prozent, de facto waren seit Weihnachten 2019 nur einheimische Skifahrer auf Salzburgs Bergen unterwegs.

Es hätte keine Studie gebraucht, um zu wissen, dass den Skifahrern die Gastronomie in den Skigebieten gefehlt hat, „so ein Winter darf nicht mehr stattfinden“, sagt Egger, der auf die Schweiz verwies, die mit weniger Corona-Restriktionen die Wintersaison hätte retten können. Für Österreich steht für diesen Winter bisher nur fest, dass in den Gondeln eine FFP2-Maskenpflicht einzuhalten ist und der Skifahrer beim Kauf einer Liftkarte einen 3-G-Nachweis erbringen muss.

Umsatzbringer Wintersaison

Welchen Stellenwert der Wintertourismus neben Tirol auch für das Land Salzburg hat, zeigen diese Vor-Corona-Zahlen:

Drei Milliarden Euro Umsatz im Winter mit rund vier Millionen Gästen die dem Land insgesamt 16 Millionen Übernachtungen in den Wintermonaten bescherten. Ein wichtiger Gäste-Bringer sind im Wintertourismus die Fluggesellschaften, denn 95 Prozent der Wintergäste kommen aus Deutschland, aber auch den Niederlanden und Großbritannien.

Erste, kleine Erfolge in Form von angefragten Flugverbindungen vom zweitwichtigsten Markt Holland gebe es schon. Auch hier ein Vergleich mit Vor-Corona: An einem Spitzen-Samstag im Februar fertigt der Stadtflughafen in Maxglan rund 30.000 Passagiere ab, im vergangenen Winter seien es in fünf Monaten insgesamt 2500 gewesen.

Für die Fluggäste seien aber nicht nur die Corona-Bestimmungen in Österreich relevant, sondern auch die Einreisebestimmungen beim Rückflug in ihr Heimatland. „Aber schon im Sommer seien 80 Prozent der Gäste geimpft gewesen“, so der Tourismus-Chef, nicht mehr wiederholend, dass auch der Landeshauptmann, die SPÖ-Spitze und viele andere Vollimmunisierte sich derzeit trotzdem mit der Delta-Variante infizieren.

hud

Kommentare