Laser-Attacke auf Flugzeuge: Täter aus Bayern?

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Salzburg - Gleich vier Flugzeuge wurden in der Nacht auf Montag im Landeanflug mit Laserpointern attackiert. Nachdem ein Pilot prompt zum Handy griff und filmte wird der Täter in Bayern vermutet.

Den ersten Piloten traf der grelle Lichtstrahl noch unvorbereitet, die nächsten drei Maschinen konnten zumindest vorgewarnt werden: Insgesamt vier Cockpit-Besatzungen wurden in der Nacht auf Montag im Landeanflug auf Salzburg mit Laserpointern geblendet. Betroffen waren Flieger aus Frankfurt, Palma de Mallorca, Rhodos und Wien.

Womit die Täter vermutlich nicht rechneten: Einer der Piloten zückte während der Laser-Attacke das Handy und filmte - vermutlich wurden die Strahlen aus der Freilassinger Gegend "abgeschossen". Inzwischen ermittelt die Kriminalpolizei in Traunstein, die hält sich aber bedeckt.

Alle Maschinen konnten innerhalb der 40 Minuten am Sonntag sicher gelandet werden. Solche Attacken kommen für Piloten überraschend, aber: "Sie sind nichts Neues. Unsere Piloten sind darauf geschult. Im Fall einer Blendung übernimmt sofort der zweite Pilot das Steuer. Nachfolgende Flieger werden dann sofort über Funk gewarnt", so ein Sprecher der Austrian Airlines gegenüber den Salzburger Nachrichten.

An die 500 Laser-Attacken auf Flugzeuge und Hubschrauber werden jährlich in Deutschland gezählt, in Österreich bis zu 20. Erwischt werden die Täter dabei selten. In Kalifornien wurde ein 26-Jähriger für die Laser-Attacke auf einen Polizeihubschrauber gar zu 14 Jahren Haft verurteilt. In Australien gelten die Laserpointer bereits als verbotene Waffe.

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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