Für eine Ausstellung im Haus der Natur

Hier schwebt ein Mammut über den Dächern Salzburgs

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Salzburg - Für die Ausstellung „Eiszeit und Klima“ hat ein katalanischer Künstler ein Mammut angefertigt. Doch das lebensgroße Tier dann in den Innenhof zu schaffen, erwies sich als große Herausforderung.. 

Das Tier ist 4,20 Meter lang, 3 Meter hoch und 800 Kilogramm schwer. Es passt also durch keine Tür, geschweige denn in einen Lift, und wurde deshalb in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch von einem Baukran über das Dach des Gebäudes in den Innenhof gehievt. Die Ausstellung „Eiszeit und Klima“ wird im Herbst 2018 eröffnet. Sie wird einen Teil des dritten Stockwerks einnehmen und auch den Innenhof des Museums miteinbeziehen. Neben dem Mammut werden auch noch ein lebensgroßer Riesenhirsch, eine Höhlenhyäne und ein Mammut-Junges im Innenhof ihren neuen Lebensraum finden – die Ausstellungsfläche wird also um einen attraktiven Outdoor-Bereich erweitert. 

Die neue Ausstellung zeigt das Klima und die Lebensumstände im letzten Eiszeitalter, das vor 2,6 Millionen Jahren begann und noch immer andauert. Das stark wechselnde Klima veränderte unsere Landschaft. Tiere und Pflanzen mussten sich anpassen. Vor 20.000 Jahren grasten Mammuts am Rand des mächtigen Salzachgletschers, Höhlenlöwen und Riesenhirsche durchstreiften die Steppe, die unsere Landschaft damals prägte. Die gefürchtetsten Jäger aber waren die Höhlenhyänen. Sie knackten jeden Knochen und trugen Unmengen davon in Höhlen zusammen.

Für die Fertigung dieser bei uns heimischen Eiszeit-Tiere konnte der international renommierte, katalanische Bildhauer Ramon López Ayats gewonnen werden. Der Künstler, der zudem Biologie studierte, hat sich auf ausgestorbene Tierarten spezialisiert und gestaltet außerdem noch einen Höhlenlöwen, der im Innenbereich der Ausstellung integriert wird. Seine Modelle zeichnen sich allesamt durch eine besondere Lebendigkeit und Dynamik aus.

Fotos: Mammut schwebt über den Dächern Salzburgs

Die Hebeaktion wurde mit einem Mobilbaukran mit 30 Meter Hakenhöhe durchgeführt, der Giebel des Museumsdachs liegt bei 24 Metern Höhe. Um 22 Uhr wurde das noch sicher verpackte Mammut angeliefert, anschließend ausgepackt, an ein Untergestell geschraubt und vorsichtig am Kran befestigt. Um Mitternacht wurden der Strom der O-Bus-Leitungen abgeschaltet und die Straße gesperrt – was auch der Grund dafür war, die Aktion in der Nacht durchzuführen. Danach erfolgte der Startschuss für das Heben des Eiszeitriesen, der passgenau und sicher in dem schmalen Innenhof abgestellt wurde. Ein wahres Mammutprojekt...

Pressemitteilung Haus der Natur Salzburg

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