Polizei Salzburg ermittelt wegen Verdacht auf Mord

Leiche in Müllcontainer gefunden: Verdächtige offenbar Berlinerin

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Berlinerin unter Mordverdacht in Österreich

Salzburg/Mattsee - Am Dienstag wurde in einer Garage in einem Einfamilienhaus in Mattsee die Leiche einer vorerst unbekannten Person gefunden.

UPDATE, 18.15 Uhr: Verdächtige offenbar aus Berlin

Berlinerin unter Mordverdacht in Österreich

Wie jetzt bekannt wurde, stammt die Tatverdächtige offenbar aus Berlin. Die Polizei hat am Dienstag in Mattsee die eingewickelte Leiche eines 73-Jährigen in einem Müllcontainer in dessen Garage gefunden. Eine 59-jährige Bekannte des Mannes, die in den vergangenen Tagen laut Zeugen wiederholt Gegenstände aus dem Haus getragen hatte, wurde in Oberösterreich festgenommen.

dpa

UPDATE, 14.40 Uhr: Tatverdächtige wird erneut verhört

Wie salzburg24.at berichtet lebte der Verstorbene wohl allein in seinem Haus in einer kleinen Siedlung in Mattsee bei Salzburg. Die Spurensicherung sei am Dienstag vor Ort gewesen, die Polizei befragte Anwohner.

Das Ergebnis der toxikologischen Untersuchung stehe zudem noch aus, diese könne bis zu vier Wochen dauern. Am Mittwoch soll die Tatverdächtige noch einmal verhört werden.

Erstmeldung:

Die Leiche befand sich in einem Müllcontainer und war in Kunststoffplanen und -säcken sowie einem Leintuch eingewickelt. Beim Toten handelt es sich um den 73-jährigen Hausbesitzer. Aufgefunden wurde der Leichnam von Polizeibeamten, die eine Nachschau im Haus durchführten, da der Mann laut Angaben seiner Ex-Frau und Nachbarn schon längere Zeit nicht mehr gesehen wurde. 

Zeugen bestätigen, dass immer wieder eine Frau beim Haus gesehen wurde, die offensichtlich Gegenstände aus dem Haus entfernte. Es konnte festgestellt werden, dass es sich dabei um eine 59-jährige Deutsche handelte, die mit dem 73-Jährigen eine Bekanntschaft pflegte. Die Frau konnte von Polizeibeamten in Oberösterreich angehalten werden und wurde aufgrund einer mündlichen Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Salzburg festgenommen. 

In Deutschland wird sie mit drei Haftbefehlen gesucht

Bei der ersten Vernehmung gab sie an, dass sie dem 73-Jährigen mehrere Schlaftabletten gegeben hätte, die dieser zusammen mit einem potenzfördernden Mittel eingenommen hätte und er dann am nächsten Tag tot im Bett lag. 

Bei der gerichtlich angeordneten Obduktion im Gerichtsmedizinischen Institut konnte aufgrund des erheblich fortgeschrittenen Verwesungszustandes der Leiche vorerst keine anatomisch pathologische Todesursache festgestellt werden. 

Das Ergebnis der toxikologischen Untersuchungen steht noch aus. Der Todeszeitpunkt dürfte Anfang Juni 2017 liegen. Die Festgenommene, gegen die in Deutschland drei nationale Haftbefehle wegen Eigentumsdelikten, unter anderem Betrugs bestehen, wurde vorerst in das Polizeianhaltezentrum gebracht und in Folge in die Justizanstalt Puch-Urstein überstellt. Die weiteren Ermittlungen des Landeskriminalamtes sind im Gange und werden wegen Verdacht des Mordes geführt.

Pressemeldung Landespolizeidirektion Salzburg

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