Mordprozess um toten Millionär aus Salzburg

Trotz Geständnis - Angeklagte zu langen Haftstrafen verurteilt

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Im Prozess um den toten Salzburger Millionär Roland K. ist nun das Urteil gefallen.
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Salzburg - Der Fall machte Schlagzeilen - 2017 wurde die Leiche des Millionärs Roland K. gefunden. Schnell wurde klar, es war ein brutales Tötungsdelikt: 

Der Fall sorgte nicht nur in Österreich für Aufsehen: Im Prozess um den toten Millionär Roland K. aus Salzburg ist jetzt das Urteil gefallen. Die drei Angeklagten sind vom Landgericht Salzburg wegen Mordes, Raubes und Einbruchs verurteilt worden. Der angeklagte Musiker müsse wegen der Ermordung, des Einbruches sowie des Raubes 15 Jahre in einer psychiatrischen Einrichtung absitzen, seine Exfreundin, die ihm half, habe sieben Jahre Haft erhalten , ein befreundeter Wirt, der die Leiche verschwinden ließ, müsse 16 Jahre hinter Gitter, berichtet salzburg24.at. Da die Staatsanwältin jedoch keine Erklärung abgab, ist das Urteil nicht rechtskräftig.

Mildernd geltend habe das Gericht ein Teilgeständnis des Musikers gewertet, der zwar den 63-jährigen Millionär ausrauben, ihn aber nicht umbringen wollte, so das Nachrichtenportal weiter. Erschwerend sei jedoch hinzugekommen, dass bei allen Angeklagten mehrere Straftaten zusammenkämen, heißt es weiter.

Leiche erst nach Monaten gefunden

Der Fall reicht bis in das Jahr 2016 zurück. Im August meldete damals ein Bekannter von Roland K. als vermisst. Bei der Durchsuchung seines Hauses fanden die Polizisten seinen Reisepass gefunden. Über Interpol wurde daher sofort eine internationale Suche gestartet

Im Oktober und November wurde das Grundstück des Vermissten abgesucht. Die Ermittler veranlassten sogar, dass das Wasser des Teiches abgelassen wird. Schließlich wurden auch das Auto und das Handy des Millionärs gefunden. Doch, die Suche blieb erfolglos. 

Im April 2017 dann eine Spur. Die Auswertung der Ruf- und Standortdaten des Mobiltelefons von Roland K. führte die Polizei zu dem damals 23-jährigen Flachgauer Musiker und seinem, zu dem Zeitpunkt 28-jährigen, Bekannten aus Braunau. Auf dem Gelände des Gasthauses in Haigermoos des 28-Jährigen fand die Polizei dann die Leiche des Millionärs. Und zwar in einem ehemaligen Schweinestall

Verdächtiger legte Geständnis ab

Im Laufe der Ermittlungen zum Tod des 63-Jährigen legte der Musiker dann ein Geständnis ab. Der junge Mann gab an, dass er den Millionär zwar ausrauben, aber nicht töten wollte, so die Staatsanwaltschaft. Gemeinsam mit seiner Freundin habe er das Opfer mit Hilfe von Pralinen, in denen Schlaftabletten waren, betäubt, hieß es in dem Geständnis. Im Anschluss haben sie den Mann gefesselt, geknebelt und ihm einen Sack über den Kopf gezogen. Laut Aussage des Musikers, sei das Opfer dann gestorben, als er kurz die Villa verlassen habe. 

Weiter sagte der junge Mann, dass ihn der Wirt nicht nur zu der Tat angestiftet habe, sondern auch die Leiche verschwinden ließ. Die Tat an sich erklärte der Musiker mit Schulden.

kil

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