Regelung gilt auch am Dienstag

Schlechtwetter-Sperre: Mega-Stau in Salzburg

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Salzburg - Doppelte Premiere: Die erste Schlechtwettersperre 2015 sollte ohne Polizei, dafür nur mit Hinweisschildern auskommen. Das Ergebnis war ein Verkehrschaos - geht es heute so weiter?

Das Salzburger Verkehrsproblem, vor allem auf den Einfallstraßen in die Mozartstadt, ist bekannt. In den Sommermonaten - und in erster Linie an den Festspieltagen - greift die Stadt deshalb immer wieder auf die Schlechtwettersperre zurück. In den vergangenen Jahren leitete die Polizei den Verkehr weiträumig auf Park-and-Ride-Parkplätze um - in die Innenstadt kamen dann nur noch Einheimische und Fahrer mit BGL- und TS-Nummernschild. Nun wollte man erstmals auf Polizei verzichten und den Verkehr allein mit Hinweisschildern regeln. Das Ergebnis am Montag war ein Verkehrschaos.

Die zentrale Mönchsberggarage war voll, in der Innenstadt staute es sich: der Verkehr stand oder wälzte sich nur langsam voran, meldet salzburg24.at. Betroffen waren vor allem auch die klassischen "Tore" nach Salzburg: Münchner Bundesstraße, Ignaz-Harrer-Straße und Alpenstraße. Die Parkplätze außerhalb, wie beispielsweise beim Messezentrum, waren dagegen leer. Die Beschilderungen vor der Stadt wurden von Tagestouristen und Urlaubern wohl ignoriert. Die "neue" Schlechtwetterregelung - keine Polizei, dafür mehr Schilder - muss als gescheitert angesehen werden.

Regelung gilt auch heute wieder

Auch für den heutigen Dienstag wird die Schlechtwettersperre in Salzburg wieder gelten. Die Stadt hofft, dass sich die Auswärtigen diesmal an die ausgeschilderten Parkmöglichkeiten außerhalb richten: Das Parkhaus beim Designer-Outlet und der Park-and-Ride-Platz beim Messezentrum. Heute behält sich die Polizei vor, von 10 bis 14 Uhr den Verkehr bei der Autobahnausfahrt Salzburg-Mitte in Richtung Messeparkplatz abzuleiten. Der noch im Vorjahr genutzte Park-and-Ride-Platz am Flughafen steht heuer nicht zur Verfügung.

"Die Idee, eine nur an wenigen Ausnahmetagen auftretende Verkehrsspitze gut zu regulieren, ist offensichtlich trotz zahlreicher Versuche nicht sinnvoll umsetzbar", meinen Kritiker aus der Stadtpolitik gegenüber salzburg24.at. Zwölf Mal trat die Regelung beispielsweise im vergangenen Jahr in Kraft. Ganz sicher, ob die Neuregelung heuer funktionieren wird, waren sich die Verantwortlichen aber wohl von Haus aus nicht. Ob allein Beschilderungen ausreichen wollte man sich "zwei bis drei Tage lang ansehen", hieß es Anfang Juli von Stadtrat Johann Padutsch - "funktioniert das nicht, dann wird wieder auf die bisherige Regelung mit Ableitung umgestellt." Es scheint so, als könne man in Salzburg versuchen was man will: Das Verkehrsproblem in Richtung Innenstadt bekommt man nicht in den Griff.

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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