Bau- und Gartenmärkte seit Dienstag gut besucht

Shutdown in Salzburg wird gelockert - kleinere Geschäfte bleiben leer

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Salzburg - Das Lockern der Anti-Corona-Maßnahmen seit Dienstag, 14. April, brachte nur Bau- und Gartenmärkten den gewünschten Umsatz. Geschäfte bis zu 400 Quadratmeter dürfen zwar öffnen, blieben aber zumindest in der Innenstadt meist leer.

Neben Geschäften bis 400 Quadratmeter durften am Dienstag österreichweit Bau- und Gartenmärkte ohne Größenbeschränkung öffnen, auch in der Stadt, sowie in Anif und Wals-Siezenheim öffneten sie nach vier Wochen Sperre wieder, allerdings nur mit einer begrenzten Kundenanzahl und mit Schutzmasken für Personal und Kunden. Große, meist deutsche Ketten, wollten lieber keine TV-Teams im Haus haben, „wir haben Wichtigeres zu tun bei der Pflichterfüllung“ hieß es aus einer Presseabteilung, sie fürchteten wohl die Dokumentation von nicht disziplinierten Kunden. Anders beim Lagerhaus in Salzburg, hier konnte sich die Presse von der Einhaltung der Schutzbestimmungen im Lagerhaus in Bergheim überzeugen, „wir durften schon bisher für Landwirte und Tiernahrung offen halten“, so Geschäftsführerin Anna Doblhofer-Bachleitner, den Umsatzrückgang in den vergangenen vier Wochen beziffert sie trotzdem mit bis zu 50 Prozent. Beim Lokalaugenschein sind die Privat-Kunden diszipliniert, alle haben Schutzmasken auf und halten Abstand, einen Ansturm wie in großen Städten gibt es in Bergheim nicht. Bei den Kunden besonders gefragt sind Pflanzen, Erde und Grillkohle.

In der Altstadt, vor allem in der Getreidegasse, sind die meisten kleinen, offenen Geschäfte auch am Mittwoch, dem zweiten Tag leer, vor allem in der Getreidegasse werden in der Regel 80 Prozent der Umsätze mit Touristen gemacht. Bernhard Hladik, Inhaber eines kleinen Taschen- und Koffergeschäft am Kajetanerplatz, meint, das Öffnen lohne sich trotzdem, wenn erst die Gaststätten und Kaffeehäuser wieder öffnen dürfen, würde auch wieder mehr Leben in die Altstadt zurückkehren. Susanna Pristovnik-Schwarz ist begeistert, dass die Kunden wieder in die Buchhandlung am Ende der Kaigasse kommen dürfen, „wir haben viele während der letzten Wochen Online beliefert und haben sie zum Teil sogar telefonisch beraten, aber jetzt freuen wir uns dass sie wieder zu uns kommen und schmökern können“.

„Shoppen“ oder „Stay Home“

Aufregung gibt es unterdessen um Plakate und eine Anzeige der Altstadtkaufleute, mit dem Titel „Endlich wieder Altstadt“ werben zwei tanzende Frauen darum, ab 14. März wieder in die Altstadt zu kommen zum „Shopping, Bummeln, Flanieren“. Zahlreiche Geschäftsleute bezeichnete die Aktion wegen der geltenden, strengen Auflagen der Bundesregierung als unangebracht, auch auf Facebook hagelte es Kritik an der „nicht passenden Werbung“. Sandra Woglar-Meyer als Geschäftsführerin des Altstadtverbandes verteidigte die Werbung, „wir wollen positive Bilder verbreiten und Familien ansprechen, zu sehen seien auf dem Bild außerdem Mutter und Tochter“, aktuelle Corona-Bilder habe man nicht.

hud

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