Tierschützer mit Anzeige gegen Landwirte im Salzburger Land

Kleiner Zwischenerfolg für Almschweine – furchtbare Nasenklammern entfernt

Schwein
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Auf Salzburger Almen sollen Landwirte den Tieren Löcher in die Nasen gebohrt haben.

Salzburg - „Zwei schockierende Fälle von Tierquälerei“ haben Tierschützer des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) aufgedeckt. Laut Aussage des Vereins seien auf zwei Almen im Salzburger Land Schweinen Löcher in die Nase gebohrt und mit Drähten durchzogen worden. Nun konnten die Tierschützer einen ersten Teilerfoilg verzeichnen.

Update, 31. August - Kleiner Zwischenerfolg für Almschweine – furchtbare Nasenklammern entfernt

Nachdem von Tierschützern des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) im Salzburger Land frappierende Missstände bei der Haltung von Schweinen auf zwei Almen enthüllt worden waren, ist nun einer Pressemitteilung der Tierschützer nach zu Urteilen ein erster Teilerfolg erzielt worden. So habe eine der betroffenen Almen nach Eingang des Hinweises von einer Amtstierärztin Besuch erhalten.

Die Amtstierärztin berichtete laut VGT, dass die Schweine jetzt keine Manipulation mit Klammern oder Drähten mehr aufweisen würden.

VGT-Jurist Alexander Kirchmauer äußerte sich in einer Stellungnahme: „Wir wissen zwar nicht, ob dieser Almbauer unsere Arbeit verfolgt hat und die Klammern deswegen entfernt hat, aber das ist letztlich auch egal. Wir sind froh, dass dieser Missstand nun abgestellt wurde. Bei aller Freude über diesen kleinen Erfolg darf man aber nicht vergessen, dass dies nur ein Zwischenschritt ist. Erstens wurden ja nur ein paar Schweine befreit und viele Almschweine sind weiterhin Opfer dieser grausamen Praxis und zweitens darf man nicht vergessen, dass auch die gesunden Schweine als Nutztiere in Gefangenschaft gehalten werden.“

Erstmeldung, 18. August, 11.33 Uhr

Diese Praxis wird vorgenommen, um die Schweine daran zu hindern, am Wühlen im Boden zu hindern. Laut einer Pressemitteilung der VGT seien die zwei betroffenen Almen nur wenige Kilometer voneinander entfernt und würden von verschiedenen Landwirten betrieben.

Die Löcher werden den Tieren durch die Nase gebohrt, um sie am Wühlen im Boden zu hindern.

VGT-Jurist Alexander Kirchmauer in einer Stellungnahme: „Das Wühlen im Boden ist ein essentielles Bedürfnis von Schweinen. Diesem können sie auch auf den in Österreich unverständlicherweise immer noch erlaubten Vollspaltenböden aus Beton nicht nachkommen. Hier wird von den Landwirten eine noch perfidere Quälerei angewandt: das Ausleben der natürlichen Verhaltensweise verursacht bei den Schweinen Schmerzen und wird mit Gewalt unterbunden. Eine echte Schande, die hoffentlich nicht ungestraft bleiben wird.“

Erst vor zwei Wochen hat der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN eine ähnliche Aufdeckung gemacht.

Aufmerksam auf die Missstände auf den Almen seien die Tierschützer durch Ausflügler geworden, welche die Vorgänge gemeldet hätten.

fgr

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