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Nach Party-Video im Netz

Sanna Marin rechtfertigt sich für private Feier: „Vermisse Freude und Spaß“

Sanna Marin, Ministerpräsidentin von Finnland, bei ihrer Ankunft zu einem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs. Derzeit steht sie wegen Party-Videos in der Kritik.
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Sanna Marin, Ministerpräsidentin von Finnland, bei ihrer Ankunft zu einem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs. Derzeit steht sie wegen Party-Videos in der Kritik. (Archivbild)

Helsinki (Finnland) – Große Aufregung um die finnische Regierungschefin Sanna Marin: Derzeit kursieren in den Sozialen Medien Videos, in denen die 36-Jährige ausgelassen feiert, tanzt und singt.

Update, 24. August, 14.38 Uhr - Sanna Marin rechtfertigt sich für private Feier: „Vermisse Freude und Spaß“

Finnlands Regierungschefin Sanna Marin hat sich für die private Feier gerechtfertigt, von der vergangene Woche Videos öffentlich geworden waren. „Ich bin ein Mensch, und ich vermisse auch manchmal Freude, Licht und Spaß inmitten dieser dunklen Wolken“, sagte die Sozialdemokratin am Mittwoch mit zitternder Stimme bei einer Veranstaltung ihrer Partei im finnischen Lahti. Vom Publikum erhielt sie dafür stehende Ovationen.

Die vergangenen Tage seien nicht leicht für sie gewesen. Sie vertraue jedoch darauf, dass die Menschen darauf achten, was Politiker beruflich tun und nicht privat. „Ich habe keinen einzigen Arbeitstag versäumt und keine Aufgabe unerledigt gelassen“, sagte die 36-Jährige. «Ich lerne dazu, und mache meinen Job genauso gut wie bisher.“

Marin war vergangene Woche mit Videos einer privaten Feier in die Schlagzeilen geraten, die sie beim ausgelassenen Tanzen und Singen mit Freunden zeigen. Nach Spekulationen darüber, ob bei der Party vor rund zwei Wochen Drogen im Spiel waren, machte Marin einen Drogentest. Dieser fiel negativ aus.

Die Polizei in Helsinki teilte am Mittwoch mit, sie habe drei Anzeigen wegen der Videos erhalten, sehe aber keine Hinweise auf Straftaten und werde deswegen auch nicht in dem Fall ermitteln.

Update, 23. August - Ergebnis von Drogentest bekannt

Der Drogentest der finnischen Ministerpräsidentin Sanna Marin nach Gerüchten über angeblichen Rauschmittelkonsum bei einer privaten Party ist negativ. Das teilte die finnische Regierung am Montag (22. August) in Helsinki mit.

Update, 19. August - Finnische Ministerpräsidentin macht Drogentest

Nach der Aufregung um das Party-Video der finnischen Ministerpräsidentin Sanna Marin und den Drogen-Vorwürfen einiger Journalisten hat die 36-Jährige nun eigenen Angaben zufolge einen Drogentest gemacht. Das Ergebnis werde in etwa einer Woche erwartet. „Ich habe noch nie in meinem Leben Drogen genommen“, so die Politikerin. Sie fügte an: „Ich wünschte mir wirklich, dass die Menschen diese Dinge nicht ohne Beweise behaupten würden.“

Erstmeldung, 18. August

„Ich habe nichts zu verbergen und ich habe nichts Illegales getan.“ Mit diesen Worten kommentierte die finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin ein privates Handy-Video, das derzeit auf Social Media kursiert. In dem Video, das Medienberichten zufolge zunächst als Story bei Instagram veröffentlicht worden war und daraufhin im Internet verbreitet wurde, tanzt und singt die 36-Jährige ausgelassen mit Freunden.

Bei der Feier in privaten Räumlichkeiten vor einigen Wochen habe sie zwar Alkohol getrunken, aber keine Drogen genommen. Mit ihren Freunden, zu denen etwa eine finnische Influencerin, eine Künstlerin und zwei Moderatorinnen zählen, sei sie anschließend noch in zwei Bars weitergezogen. Sie verbringe ihre Freizeit genau wie andere Menschen in ihrem Alter. „Ich hoffe, dass das akzeptiert wird“, sagte Marin dem Sender Yle. „Wir leben in einer Demokratie.“

„Ich bin traurig, dass sie veröffentlicht worden sind“

Insgesamt zeigte sich Marin allerdings enttäuscht. „Das sind private Bilder, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren“, sagte sie gegenüber der Zeitung „Iltalehti“ und fügte an: „Ich bin traurig, das sie veröffentlicht worden sind.“ Sie habe darauf vertraut, dass sie nicht durchsickern würden.

Zuletzt auch auf Rockfestivals zu Gast

Bereits in der Vergangenheit hatte die 36-Jährige schon mehrfach für Aufmerksamkeit gesorgt, weil sie beispielsweise auf Rockfestivals unterwegs war und in Diskos tanzte. An ihrer Party-Vorliebe scheiden sich allerdings die Geister in der finnischen Bevölkerung.

Während viele gerade jüngere Finnen stolz auf ihre ausgelassene Ministerpräsidentin sind, hagelte es im Netz auch Kritik: „Das ist nicht Ministerpräsidenten-Niveau. Sie sollten wissen, wie Sie sich zu verhalten haben“, kommentierte etwa eine Nutzerin auf Twitter. Ein anderer Nutzer reagierte entspannt: „Ok. Ein junger Mensch, der Spaß hat. Na und.“

aic mit Material der dpa

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