Video: Polizei ermittelt nach Lawinenunglück

  • schließen
  • Martin Weidner
    Martin Weidner
    schließen

Abtenau/Freilassing - Bei einem schweren Lawinenunglück im Tennengebirge kam am Dienstag ein Freilassinger (55) ums Leben! Jetzt ermittelt die Alpinpolizei den Hergang.

Lesen Sie auch:

Das Lawinenunglück auf der Nordseite des Tennengebirges ereignete sich am Dienstagmittag, 5. März, um 12.35 Uhr im Bereich der Wieswand. Zwei deutsche Skitourengeher im Alter von 51 und 55 Jahren befanden sich im Aufstieg, als sie von einem etwa 70 x 30 Meter großen Schneebrett erfasst und rund 60 Meter mitgerissen wurden. Während der 51-Jährige schwer verletzt an der Oberfläche liegen blieb, wurde der 55-Jährige komplett verschüttet.

Etwa 15 Minuten nach dem Lawinenabgang kamen drei weitere Skitourengeher an den Unfallort. Sofort setzten sie einen Notruf ab. Sie kümmerten sich um den Verletzten und suchten nach dem Verschütteten. Nach rund 20 Minuten wurde er in einer Tiefe von 50 Zentimetern gefunden. Für den 55-Jährigen kam aber jede Hilfe zu spät, er konnte nur noch tot geborgen werden.

Verunglückte stammen aus Freilassing

Auf Anfrage von BGLand24.de bestätigte die Polizei in Salzburg, dass es sich bei den Verunglückten um zwei Männer aus Freilassing handelt.

Großeinsatz für Rettungskräfte

Die drei Tourengeher, die direkt nach ihrem Eintreffen die Rettung verständigt hatten, hatten mit ihrer Alarmierung übrigens einen Großeinsatz ausgelöst. Neben dem Notarzthubschrauber Christophorus 6 aus Salzburg, der den Verletzten ins Landeskrankenhaus nach Salzburg flog, gab es Bezirksalarm für die gesamte Bergrettung des Tennengaus. Insgesamt waren 47 Bergretter im Einsatz. Weil den Verunglückten jedoch schnell durch Kameraden geholfen wurde, mussten letztlich nur wenige Bergretter direkt zur Unfallstelle geflogen werden. Diese begleiteten dann die unverletzten Tourengeher, die laut der Presseagentur Aktivnews allesamt unter Schock standen, ins Tal. Unmittelbar danach nahm die Alpinpolizei die Ermittlungen zum Unfallhergang auf. Mit Hilfe des Polizeihubschraubers Libelle 5 wurde dann auch der Tote geborgen.

Tödlicher Lawinenabgang im Tennengebirge

Das Gebiet, in dem sich das Unglück ereignete, ist eine beliebte Skitourenüberschreitung von Werfenweng nach Scheffau. Unter anderem wird dabei der Scheiblingkogel (2.289 Meter) bestiegen und anschließend über die Wiesabfahrt, eine steile Rinne, abgefahren. Eigentlich gilt diese Route, speziell im unteren Teil, wo der Unfall passierte, als relativ ungefährlich.

redbgl24/Aktivnews

Rubriklistenbild: © Aktivnews

Zurück zur Übersicht: Welt-News

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser