EU schlägt wegen Bombardierung von Misrata Alarm

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Ein Verletzter in einem Krankenhaus in der libyschen Hafenstadt Misrata.

Brüssel - Die EU fürchtet eine dramatische Zuspitzung der humanitären Lage in der umkämpften libyschen Stadt Misrata.

“Die Überlebensader, die Hilfsorganisationen über den Hafen gelegt haben, droht wegen der anhaltenden schweren Kämpfe gekappt zu werden“, erklärte EU-Krisenreaktionskommissarin Kristalina Georgieva.

Wegen der Bombardierung des Hafens sei die Evakuierung von Verletzten kaum noch möglich, die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln und Medikamenten sei unterbrochen. “Wir bekommen Berichte, wonach die Krankenhäuser die wachsenden Zahl an Verwundeten nicht mehr bewältigen können.“

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Die Kommissarin rief alle Parteien auf, die Zivilbevölkerung zu schützen und Hilfsaktionen zu ermöglichen. Angriffe auf den Hafen müssten deswegen sofort gestoppt werden.

Die EU hat für die Versorgung der libyschen Bevölkerung 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Zudem hat die Gemeinschaft einen militärischen Einsatz angeboten, um humanitäre Hilfe abzusichern. Die Vereinten Nationen haben das Angebot bislang aber nicht angenommen.

dapd

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