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Warnung vor Tsunami

Schweres Erdbeben in Fukushima weckt böse Erinnerungen: Japaner leben auf Pulverfass

Erdbeben in Fukushima
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Möbel und Elektrogeräte liegen nach dem Erdbeben verstreut in einer Wohnung in Fukushima.

Fukushima - Ein starkes Erdbeben hat am späten Mittwochabend (Ortszeit) Fukushima erschüttert. Die Behörden warnen vor einem Tsunami.

Update, 18.03 Uhr - Starkes Erdbeben in Fukushima weckt böse Erinnerungen

Nach dem Erdbeben in der Region um die Atomruine von Fukushima wird den Japanern einmal mehr bewusst: Sie leben auf einem Pulverfass. Berichte über größere Schäden blieben zunächst aus, laut der Nachrichtenagentur Kyodo mussten in der Region Fukushima aber zahlreiche Menschen in Krankenhäuser gebracht werden. In zwei Millionen Haushalten fiel vorübergehend der Strom aus. Der Betrieb von Hochgeschwindigkeitszügen wurde - wie in solchen Fällen üblich - automatisch gestoppt, Straßen im Nordosten gesperrt.

Das lang anhaltende Beben der Stärke 7,3 ereignete sich fast auf den Tag genau elf Jahre, nachdem die Region im Nordosten des asiatischen Inselreiches von einem verheerenden Erdbeben der Stärke 9 und einem dadurch ausgelösten gewaltigen Tsunami verwüstet wurde und es im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi zu Kernschmelzen kam. Eine solche Katastrophe blieb den Inselbewohnern diesmal erspart.

Viele Japaner waren bereits schlafen gegangen, als kurz vor Mitternacht plötzlich die Wände schwankten. Kurz darauf erfolgte die Tsunami-Warnung. Die Regierung in Tokio richtete sofort einen Notfallstab ein. Nach ersten Informationen des Deutschen Geoforschungszentrums GFZ lag das Erdbeben in einer Tiefe von 50 Kilometern im Meer.

Das neue Beben zeigte den Inselbewohnern erneut, welche Gefahren auf sie lauern. Starke Erdbeben können jederzeit kommen. Irgendwann, das fürchten viele, wird ein schweres Erdbeben auch Tokio treffen. Japan ist eines der am stärksten von Erdbeben bedrohten Länder der Welt.

Update, 16.26 Uhr - Starkes Erdbeben erschüttert Fukushima - Tsunami-Warnung

Das lang anhaltende Beben der Stärke 7,3 ereignete sich kurz vor Mitternacht (Ortszeit), fast auf den Tag elf Jahre, nachdem die Region im Nordosten des asiatischen Inselreiches von einem verheerenden Erdbeben der Stärke 9 und einem dadurch ausgelösten gewaltigen Tsunami verwüstet worden war. Das Beben vom Mittwoch war auch im rund 300 Kilometer entfernten Tokio zu spüren.

Die Wetterbehörde warnte vor einer bis zu einem Meter hohen Flutwelle. In Fukushima kam es zu Stromausfällen, berichten örtliche Medien. Die Regierung in Tokio richtete einen Notfallstab ein. Das schwere Beben im Nordosten weckte schlagartig Erinnerungen an die verheerende Katastrophe vor elf Jahren. Eine gigantische Flutwelle hatte sich an jenem 11. März 2011 an der Pazifikküste aufgebäumt und alles niedergewalzt: Städte, Dörfer und riesige Anbauflächen versanken in den Wasser- und Schlammmassen.

Rund 20 000 Menschen riss die Flut damals in den Tod. In Fukushima kam es in der Folge im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi zu einem Super-GAU. Er wurde in aller Welt zum Sinnbild der „3/11“ genannten Dreifach-Katastrophe - auch wenn keiner der Todesfälle auf die Strahlung zurückgeführt wird.

Der Betreiber Tepco prüfe, ob es durch das erneut starke Beben zu Unregelmäßigkeiten kam, hieß es. Japan ist eines der am stärksten von Erdbeben gefährdeten Länder der Welt.

Erstmeldung:

Das Zentrum des Bebens lag laut Angaben rund 60 Kilometer vor der Küste der Präfektur Fukushima. Japans Meteorologische Behörde gab eine Warnung vor einem Tsunami für die Regionen Fukushima und Miyagi aus.

Ob es in der Atomruine in Fukushima Schäden gab, war zunächst nicht bekannt. Das starke und lang anhaltende Beben war auch in Tokio zu spüren.

Ein auf Twitter veröffentlichtes Video zeigt, wie Gegenstände in einem Büro in einer Wohnung in der japanischen Metropole stark wackeln.

mz/dpa