Silvestereinsätze in Österreich

Rakete explodiert zwischen nackten Pobacken, Wiener wird Arm zerfetzt

Österreich - Zum Kopfschütteln: Ein Oberösterreicher (22) musste in der Silvesternacht ins Krankenhaus: Zwischen seinen nackten Pobacken war eine Rakete der Kategorie F2 explodiert. In Wien gab es zwei Schwerverletzte durch Böller.

Ein 22-Jähriger aus dem Bezirk Wels-Land ließ sich am 1. Januar 2020 gegen 0.45 Uhr auf einer privaten Silvesterfeier von einem 23-jährigen Freund, ebenfalls aus dem Bezirk Wels-Land, eine Feuerwerksrakete zwischen die nackten Gesäßbacken klemmen und anzünden. 

Laut Angaben des 22-Jährigen habe er sich dann aber erschrocken und die Gesäßbacken zusammengekniffen, wodurch die Rakete nicht starten konnte, sondern im Bereich des Gesäßes explodiert ist. 

Er wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades ins Klinikum Wels eingeliefert.

Zwei Schwerverletzte durch Böller in Wien

Zwei Männer sind zum Jahreswechsel in Wien durch das Zünden von Böllern schwer verletzt worden. Wie die Berufsrettung am Mittwoch berichtete, verlor ein 54-Jähriger in Simmering drei seiner Finger teilweise, einem 41-Jährigen in der Donaustadt wurde einer seiner Arme teilweise abgetrennt. In beiden Fällen explodierten die Kracher in den Händen.

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Kurz vor dem Jahreswechsel wurde die Berufsrettung Wien zu einem Einsatz in die Lorystraße gerufen, wo der 54-Jährige mit Feuerwerkskörpern hantiert und sich so schwer verletzt hatte. Notfallsanitäter versorgten den Patienten, bevor er in den Schockraum eines Spitals gebracht wurde.

Nur wenig später gegen 1 Uhr ereignete sich ein ähnlicher Unfall in der Donaustadt. Der 41-Jährige zündete mit seinem 17-jährigen Neffen am Rennbahnweg Böller. Einer explodierte in seiner Hand. Zwei Teams der Berufsrettung versorgten beide notfallmedizinisch. Der 41-Jährige erlitt nicht nur schwere Verletzungen am Arm, sondern wurde auch im Gesicht verletzt. Auch er kam in den Schockraum eines Spitals. Der 17-Jährige wurde bei der Explosion leicht verletzt. Er erlitt ein Knalltrauma und Gesichtsverletzungen und wurde ebenfalls ins Krankenhaus gebracht, informierte die Rettung.

Körperverletzung und Sachbeschädigung in Seefeld

Ein bisher unbekannter Täter ist verdächtig am 01.01.2020 gegen 0.05 Uhr absichtlich, zwei Böller in eine vor einem Hotel in Seefeld in Tirol versammelte Menschenmenge geworfen zu haben. Durch die Tat erlitt ein 60-jähriger Deutscher Verbrennungen an beiden Waden sowie eine 64-jährige Deutsche eine Verletzung im Nasenbereich. 

Des Weitern wurden die Pelzmäntel der 64-Jährigen und einer 68-jährigen Deutschen als auch die Jeans des 60-Jährigen beschädigt.

Balkonbrand in Innsbruck

Am Neujahrsmorgen gegen 6.25 Uhr kam es im zweiten Stock eines Mehrparteienhauses zu einem massiven Balkonbrand, welcher sich bereits auf das Innere einer Wohnung ausgebreitet hatte. Der Brand konnte durch die Berufsfeuerwehr Innsbruck gelöscht werden. Eine 72-jährige Österreicherin, welche den Brand am Balkon entdeckte und Löschversuche durchführte, zog sich dabei Brandverletzungen unbestimmten Grades an Händen und Beinen zu. Sie wurde durch die Rettung in die Universitätsklinik Innsbruck gebracht.

Die Wohnung wurde durch den Brand schwer beschädigt und ist derzeit nicht bewohnbar. Am Gebäude entstand ebenfalls Sachschaden. Der Gesamtschaden ist derzeit nicht bekannt, dürfte sich jedoch auf einen sechsstelligen Eurobetrag belaufen.

mh/Landespolizeidirektion Tirol, Oberösttereich, Wien

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