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Nach absolutem Rekordfund

So nahmen Fahnder eine Verbrecherbande fest, die 2000 kg Cannabis in Europa in den Umlauf brachte

Suchtmittel in Lieferung versteckt
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Suchtmittel in Lieferung versteckt

Es war ein absoluter Rekordfund, den das LKA Tirol im vergangenen Jahr in Kufstein an Land zog. Satte 261 Kilogramm Haschisch gingen den Fahndern auf einen Streich ins Netz. Doch hinter dem Fund steckt noch viel mehr, wie sich nun herausstellt.

Salzburg / Kufstein - Die Geschichte von Anfang an: Beginnend mit November 2020 wurden durch das LKA Salzburg, nach der Sicherstellung einer großen Menge Cannabiskraut in Frankreich, Ermittlungen gegen eine international agierende Tätergruppe aufgenommen. Die höchst professionell agierende Tätergruppe, die zwar über mehrere Länder in ganz Europa verteilt, aber am Balkan verwurzelt ist, schmuggelte riesige Mengen Suchtgift in Form von Cannabisprodukten mit Lkw quer durch Europa, mit dem Hauptzielgebiet Skandinavien. Die Gruppe verfügte dabei in jedem dieser Länder über Personen, die verschiedenste Aufgaben übernehmen, wie z.B. die Anmietung von Lagerhallen. Das berichtet das LKA Salzburg in einer Pressemitteilung.

Nachdem das Suchtgift auf seiner Reise nach Europa von Marokko nach Spanien verbracht worden war, wurde es von dort in diverse europäische Länder transportiert und von dort wiederum weiter verteilt. Die gut vernetzte Tätergruppe nutzte dazu Transportfirmen, die sie teils selbst als Geschäftsführer vertraten. Da die Spur der ersten Sicherstellung nach Salzburg führte bzw. die involvierte Firma hier ihren Firmensitz - mit einer Briefkastenadresse - hatte, wurden die Ermittlungen durch das LKA Salzburg übernommen und in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt Österreich fortgeführt.

In weiterer Folge traten aber auch andere Transportfirmen, die ihren Sitz in anderen, teils europäischen Ländern hatten, in Erscheinung. Dabei waren immer wieder dieselben, vom Balkan stammenden Personen involviert. Nach zahlreichen Sicherstellungen von riesigen Mengen Cannabisprodukten quer durch Europa konnten schließlich wie bereits erwähnt im April 2021 insgesamt 261 Kilogramm Haschisch in Kufstein sichergestellt werden. Unter der Führung der Staatsanwaltschaft Innsbruck wurden die Ermittlungen fortgeführt. Es wurden mehrere Haftbefehle erwirkt, die bereits teilweise vollzogen worden sind. Der Tatverdacht gegen jene Personen, gegen die in Österreich ermittelt wird, konnte durch die internationale Zusammenarbeit mit diversen europäischen Ländern wie Frankreich, Deutschland und Schweden erhärtet bzw. bestätigt werden. Auch hier werden die internationalen Ermittlungen intensiv weitergeführt und es kann mit weiteren Festnahmen gerechnet werden.

Ein Beschuldigter, ein 35-jähriger Serbe, wurde am 22. Februar in Bulgarien festgenommen, in weiterer Folge am 22. März nach Österreich aus- sowie in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert. Er sitzt in Untersuchungshaft. Der Beschuldigte hat bis dato keine Aussage zu den vorgeworfenen Straftaten gemacht. Gegen ihn findet im September in Innsbruck die Hauptverhandlung statt.

Eine 28-jährige serbische Beschuldigte wurde festgenommen und angezeigt, er befindet sich noch auf freiem Fuß. Nach zwei weiteren Beschuldigten wird gefahndet, während ein Beschuldigter mittlerweile verstorben ist.

Insgesamt wurden im Zeitraum von November 2020 bis April 2021, derselben Tätergruppe zuordenbar, rund 1800 Kilogramm Cannabisprodukte sichergestellt und etwa 2000 Kilogramm nachgewiesen.

nt mit Material des LKA Salzburg

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