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Wegen Filmen und Serien

Sohn von Drogenbaron Escobar wehrt sich gegen "Verherrlichung"

Ärgert sich über das falsche Bild, das über seinen Vater entsteht: Juan Sebastián Marroquín äußert sich zu diversen Filmen und Serien über Pablo Escobar.
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Ärgert sich über das falsche Bild, das über seinen Vater entsteht: Juan Sebastián Marroquín äußert sich zu diversen Filmen und Serien über Pablo Escobar.

Madrid - Juan Sebastián Marroquín kann das durch Filme und Serien entstandene Bild seines Vaters nicht nachvollziehen. Denn Drogenbaron Pablo Escobar werde zu oft verherrlicht.

Der Sohn des berüchtigten kolumbianischen Drogenbarons Pablo Escobar wehrt sich gegen die "Verherrlichung" seines Vaters in TV-Serien und Filmen. "Ich bin dagegen, Verbrecher zu verherrlichen und den Drogenhandel als glamourös darzustellen. Das verwirrt Jugendliche", sagte Juan Pablo Escobar, der sich seit dem Tod seines Vaters Juan Sebastián Marroquín nennt, der spanischen Zeitung El Periódico.

Serien wie der Netflix-Hit "Narcos" hätten aus seinem Vater einen "Helden" gemacht und jungen Menschen vorgegaukelt, dass "es cool ist, ein Drogenhändler zu sein". Er erhalte zahllose Nachrichten von Jugendlichen, die wie sein Vater sein wollten. "Sie schicken mir Fotos, auf denen sie sich wie er kleiden, mit dem gleichen Schnurrbart und seiner Frisur", sagte Marroquín.

Pablo Escobar im Internet: Wagner Moura (l.) mimt den Droganbaron in der Serie „Narcos“, Pedro Pascal ist sein Gegenspieler.

28 Fehler in Serie „Narcos“

Der 39-Jährige hatte den Streamingdienst Netflix im vergangenen Jahr via Facebook auf insgesamt 28 Fehler in der Serie über seinen Vater hingewiesen. Vor der Ausstrahlung von "Narcos" habe er den Produzenten angeboten, das Familienarchiv zu nutzen und bislang unveröffentlichte Briefe einzusehen, sagte Marroquín El Periódico. Doch die Verantwortlichen hätten daran kein Interesse gehabt.

Pablo Escobar, der seine kriminelle Karriere als Autodieb und Bankräuber begann, gilt als einer der brutalsten Drogenhändler der Geschichte. In den 1980er und 1990er Jahren gehörte sein Medellín-Kartell zu den mächtigsten Drogenbanden Kolumbiens. Escobar häufte ein riesiges Vermögen an.

Ein Mann verkleidet sich beim Karneval als Pablo Escobar.

Escobar-Leben schon oft verfilmt

1993 wurde er schließlich in seiner Heimatstadt Medellín von einem Elitekommando der kolumbianischen Polizei erschossen. Sein Werdegang lieferte den Stoff für zahlreiche Bücher, Filme und Fernsehserien.

Escobars Sohn, der die Opfer der Verbrechen seines Vaters öffentlich um Vergebung bat, wanderte nach dem Tod seines Vaters nach Argentinien aus. 2014 brachte er ein Buch über das Leben seines Vaters heraus, ein weiteres Werk wurde kürzlich veröffentlicht.

afp

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