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Sohn vor U-Bahn gestoßen: Mutter verliert Sorgerecht

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Die Mutter, die ihren Sohn vor eine U-Bahn in Hamburg gestoßen haben soll, hat das Sorgerecht verloren. Foto: Patrick Seeger/Archiv

Brake/Hamburg (dpa) - Die Mutter, die ihren Sohn vor eine U-Bahn in Hamburg gestoßen haben soll, hat das Sorgerecht verloren. Ein Zug hatte den Elfjährigen am vergangenen Sonntag überrollt und ihm einen Fuß abgetrennt.

Das Amtsgericht im niedersächsischen Brake habe der 31-Jährigen nun die elterliche Sorge teilweise entzogen und diese vorläufig dem Jugendamt übertragen, sagte eine Sprecherin. Zuvor hatte schon das "Hamburger Abendblatt" darüber berichtet.

Die Mutter kann nach Angaben der Gerichtssprecherin jetzt nicht mehr bestimmen, wo das Kind künftig leben wird. Der Junge hatte zuvor bei seinen Großeltern in Brake bei Bremen gewohnt und war nur zu Besuch bei seiner Mutter in Hamburg.

Nach Informationen der Zeitung hatte die 31-Jährige vor dem Zwischenfall an einer Hamburger U-Bahn-Station den Notruf gewählt und wirr geredet. Die Frau ist in einer psychiatrischen Einrichtung, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Der Frau wird versuchter Totschlag in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung an ihrem Sohn vorgeworfen. Falls sich der Verdacht bestätigt und ihre Schuldfähigkeit nachgewiesen wird, droht ihr eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren.

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