Spektakulärer Überfall in Salzburg

Omega-Flagshipstore mit Rammbock ausgeraubt - Zeuge meldet sich

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Drei Täter räumten am Montagmorgen innerhalb von nur drei Minuten Schaufenster und Vitrinen aus und stahlen Uhren und Schmuck im Wert von 500.000 Euro.

Salzburg - Ein spektakulärer Einbruch ereignete sich in der Salzburger Altstadt. Drei Täter fuhren dabei mit ihrem Audi gegen die Scheiben eines Omega-Flagshipstore und erbeuteten Schmuck im Wert von einem mittleren sechsstelligen Betrags. In dem Fall gibt es neue Entwicklungen.

Update, 11. Februar 11.25 Uhr - Zeuge meldet sich bei Polizei

Der junge Mann, den die Polizei als Zeugen suchte, hat sich mittlerweile gemeldet, was er genau gesehen hat und warum er die Polizei nicht informierte ist noch nicht bekannt.

Zur Alarmierung: Der Raub geschah gestern um 3.45 Uhr, es wurde zwar ein Alarm am Geschäft ausgelöst, dieser war offensichtlich nicht laut genug. In der Polizeiinspektion Rathaus hörte man diesen Außenalarm nicht, die Wachstube ist rund 100 Meter entfernt am Rudolfskai, untergebracht im Alten Rathaus. Alarmiert wurde die Polizei erst um 4.30 Uhr von einer Passantin, die den Einbruchsschaden gesehen und dann an der Inspektion persönlich geläutet hatte. Einen direkten Alarm bei der Polizei soll es zwar geben, offensichtlich hat er aber nicht funktioniert.

Die "Einfahrt" der Drei am Papagenoplatz durch das Ausreißen eines Verkehrszeichens steht mittlerweile fest. Die Stadt will nun die Lücke mit neuen, stabileren Pollern schließen, auch statt dem Verkehrszeichen.

Update, 15.09 Uhr - Audi A8 kommt trotz Poller in die Altstadt

Der Blitzeinbruch, so die offizielle Bezeichnung der Polizei, geschah am frühen Montagmorgen um 3.45 Uhr und dauerte ganze drei Minuten. Mit einem Holzbalken als Rammbock fuhren die Täter mit dem Wagen rückwärts gegen das Schaufenster des Flagshipstores und konnten so in den Laden eindringen. „Beim Täterfahrzeug handelt es sich vermutlich um einen schwarzen Audi A8, an diesem Fahrzeug waren die gestohlenen österreichischen Kennzeichen VB-219 JI angebracht“, so Hans Wolfgruber von der Polizei Salzburg. 

Mit diesem Audi A6 verschafften sich die Täter Zugang in das Uhrengeschäft.

Die drei unbekannten Täter dürften bei der Straftat Damen- und Herrenarmbanduhren im Gesamtwert eines mittleren sechsstelligen Eurobetrages erbeutet haben. Ihre Beute dürften sie in verschiedenfärbigen karierten Kunststofftaschen verwahrt haben.

Gegen 13.30 veröffentlichte die Polizei erste Fotos der Überwachungskameras, auf der sowohl die maskierten Täter und das Fahrzeug zu sehen sind, als auch ein unbeteiligter Zeuge, den die Polizei jetzt ebenfalls sucht. „Der Zeuge könnte eventuell aufgrund seiner Wahrnehmungen wichtige Hinweise geben“.

Kurios ist, dass der Bereich Alter Markt, wie die gesamte Altstadt zwischen Kaigasse, Getreidegasse und Hofstallgasse durch Poller gesichert ist und nur von Anwohnern mit einer speziellen Fernbedienung oder von Hotelgästen mit einem Code geöffnet werden kann. Allerdings ist zu hören, dass bei einer Einfahrt vom Rudolfskai kommend in Richtung Papagenoplatz – Nähe Landtag – durch ein fehlendes oder umgefahrenes Verkehrszeichen eine Einfahrt am hochgefahrenen Poller vorbei möglich ist.

hud

Erstmeldung

Am Montag, den 10. Februar, kam es in Salzburg zu einem Blitzeinbruch. Zwischen 3.45 Uhr und 3.48 Uhr rammten drei unbekannte Täter mit einem schwarzen Audi A8, in dessen Kofferraum sich eine Holzramme befand, die Scheiben eines Uhrengeschäftes in der Salzburger Altstadt. 

Dadurch gelangten die Täter in das Geschäft. "Sie dürften bei der Straftat Damen- und Herrenarmbanduhren im Gesamtwert eines mittleren sechsstelligen Eurobetrages erbeutet haben", teilt die Salzburger Polizei mit.

Einer der drei Täter, der bei dem Einbruch in das Uhrengeschäft beteiligt war.

Eine sorfort eingeleitete Fahndung verlief zunächst ergebnislos. Die Beute sollen die Räuber in verschiedenfarbigen karierten Kunststofftaschen verwahrt haben. Das Landeskriminalamt Salzburg hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Ermittler hoffen auf Hinweise, ob jemand die Täter oder insbesondere das Täterfahrzeug vor oder nach Tat beobachtet hat.

ma/Pressemeldung Polizei Salzburg

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