Schlimmes Bergunglück im Salzburger Land

Mann (53) stirbt in Steinlawine - Ehefrau muss alles mitansehen

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Salzburg/Zell am See - Ein schreckliches Bergunglück hat sich am Mittwoch am Kitzsteinhorn ereignet. Dabei wurde ein 53-jähriger Österreicher getötet. Zwei Deutsche wurden zum Teil schwer verletzt. Es gab einen Großeinsatz der Rettungskräfte.

UPDATE, Donnerstag, 6.10 Uhr - 53-Jähriger von Felsen erschlagen

Nun hat die zuständige Landespolizeidirektion in Salzburg weitere Details zu dem Unfall bekannt gegeben: Demnach unternahmen am Mittwochvormittag, 4. September, zwei Einheimische, ein 53-Jähriger und dessen 51-jährige Lebensgefährtin, in Kaprun eine Wanderung vom Alpincenter am Kitzsteinhorn beginnend über den Wanderweg 726 mit dem Ziel Mooserboden Stausee. Auf dem Weg trafen die beiden Einheimischen auf zwei Deutsche, eine Frau im Alter von 45 Jahren und einen 41-jährigen Mann. 

Die Personen entschlossen sich den Weg gemeinsam weiter zu gehen. Beim Abstieg am frühen Nachmittag von der Hohen Kammerscharte auf einer Höhe von 2.325 Metern löste sich oberhalb aus den Felswänden des so genannten "Hochschober" ein mittelgroßer Felssturz. Die vier Wanderer versuchten noch, sich durch Weglaufen in Sicherheit zu bringen

Der 53-jährige Einheimische wurde dabei von einem Felsbrocken so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen erlag. Seine 51-jährige Lebensgefährtin blieb soweit unverletzt, erlitt jedoch eine schweren Schock. Die 45-jährige Deutsche wurde von Felsbrocken im Bereich der Beine getroffen und unbestimmten Grades verletzt. Ihr 45-jähriger deutscher Lebensgefährte erlitt ebenso Verletzungen unbestimmten Grades. 

Rettungseinsatz nach Steinlawine im Salzburger Land

Es gab daraufhin einen Großeinsatz der Rettungskräfte, an dem bis zu vier Hubschrauber beteiligt waren. Die Verletzten wurden von Notärzten und Bergrettung versorgt und ins Krankenhaus nach Zell am See geflogen. Die Leiche des 53-Jährigen wurde von einem Polizeihubschrauber geborgen und ins Tal gebracht.

Update, 16.32 Uhr: Einsatz am Mooserboden Stausee beendet

Der Einsatzleiter des Roten Kreuzes, Stefan Herbst, erklärte gegenüber salzburg24.at, dass der Einsatz beendet sei. Das Todesopfer, vermutlich ein Mann aus Österreich, wird derzeit von einem Hubschrauber geborgen. 

Die Lebensgefährtin des Verstorbenen wird vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut. Nach neuesten Erkenntnissen wurden zwei weitere Personen verletzt. 

Update, 15.52 Uhr: Eine Tote bei  Steinlawinenabgang

Eine Frau wurde bei dem Steinlawinenabgang getötet, wie salzburg24.at berichtet.

Der Felssturz verletzte vier Personen, darunter sollen auch Deutsche sein. Auch auf einem zweiten Wanderweg ging eine Steinlawine auf eine Personengruppe nieder, dabei wurde aber offenbar niemand verletzt.

Vier Hubschrauber und zirka 50 Einsatzkräfte von Bergrettung, Rotem Kreuz, Feuerwehren, Verbund und Alpinpolizei sind zur Zeit im Einsatz, retten Verletzte und suchen das Gebiet nach weiteren Betroffenen ab“ erklärte Einsatzleiter Manfred Höger gegenüber salzburg24.at.

Blick auf den Mooserboden Stausee.

Erstmeldung: Steinlawinenabgang am Mooserboden bei Kaprun

In der Nähe des Mooserboden Stausees (Bezirk Zell am See) ist eine Steinlawine abgegangen. Das Unglück ereignete sich am 4. September gegen 13.40 Uhr. Nach Informationen der Landespolizeidirektion Salzburg sollen fünf Menschen verunglückt sein, eine Person ist vermutlich tot

Alpinpolizei, Rettungsdienste und ein Kriseninterventionsteam sind vor Ort. Drei Hubschrauber sind im Einsatz. Ob weitere Personen verunglückt sind, ist noch nicht geklärt.

Mooserboden bei Kaprun

+++ Weitere Informationen folgen +++

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