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Spanisches Verteidigungsministerium

Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

Stichwort: Concorde

Frankfurt/Main - Der Unfall vom 25. Juli 2000 läutete das Ende des französisch-britischen Überschallflugzeugs Concorde ein.

Zwar hob der elegante Delta-Flügler nach umfangreichen technischen Nachrüstungen im November 2001 wieder ab, doch mangelnde Nachfrage besiegelte zwei Jahre später das endgültige Aus. Wirtschaftlich war das Flugzeug mit der fast mythischen Aura nie ein Erfolg: Es wurden nur 20 Exemplare gebaut. Sieben Jahre nach dem Erstflug eines Prototypen am 2. März 1969 ging die erste Maschine 1976 in den Liniendienst. Der mehr als 2.000 Stundenkilometer schnelle, weiße Jet mit Platz für knapp 100 Passagiere erreichte eine Reiseflughöhe von fast 18.000 Metern und verband etwa Paris mit New York in nur dreieinhalb Stunden - die halbe Reisezeit einer Boeing 747.

Die charakteristische Klappnase heizte sich bei doppelter Schallgeschwindigkeit (Mach2) auf 127 Grad auf, die gut 62 Meter lange Maschine dehnte sich dabei um 14 Zentimeter. Die Nase mit der Nadelspitze wurde bei Start und Landung heruntergeklappt, um den Piloten eine bessere Sicht zu ermöglichen. Unter anderem die Ölkrise verhinderte, dass der in den 60er Jahren konzipierte Jet mit seinem hohen Kerosinverbrauch ein wirtschaftlicher Erfolg wurde. Alle Fluggesellschaften bis auf Air France und British Airways stornierten ihre Bestellungen. Zudem verweigerten die meisten Länder dem lärmenden Jet den Überflug mit Schallgeschwindigkeit, so dass die Concorde schließlich ein exklusives Nischendasein auf der Nordatlantik-Route fristete. Nach der endgültigen Ausmusterung fanden die meisten Concorde-Exemplare den Weg ins Museum, unter anderem nach Sinsheim.

dapd

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