Stürzt Athen jetzt ins Chaos?

Athen - Am dritten Jahrestag des Todes eines 15-Jährigen durch eine Polizeikugel sind am Dienstag in Griechenland Tausende Polizisten in Alarmbereitschaft versetzt worden.

Für den Nachmittag waren Demonstrationen von Schülern geplant. Am Abend wollten Autonome und linksgerichtete Gruppierungen demonstrieren. Die Sicherheitskräfte befürchten, dass Extremisten versuchen könnten, Athen ins Chaos zu stürzen.

Nach dem Tod des 15-Jährigen Alexandros Grigoropoulos war Griechenland im Dezember 2008 von einer beispiellosen Gewaltwelle überzogen worden. Randalierer zerstörten Geschäfte in Athen und anderen Städten. Es entstanden Schäden in zweistelliger Millionenhöhe. Parallel demonstrierten Zehntausende Jugendliche friedlich bis Anfang Januar gegen die Staatsmacht, Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit. Im Oktober 2010 war der Täter, ein heute 39-jähriger Polizist, von einem Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

dpa

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