Strände geräumt, Großeinsatz mit Hubschrauber

"Ein Schock": Surfer stirbt nach Hai-Attacke vor australischer Ostküste

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Ein Surfer starb nach einer Hai-Attacke vor der australischen Ostküste.

Sydney/Kingscliff - Heldenmutiger Einsatz ohne Happy-End: Zwei Surfer haben am Sonntag, 7. Juni (Ortszeit), vor der Ostküste Australiens gegen einen großen Hai gekämpft und einen von dem Tier gebissenen weiteren Surfer an den Strand gezogen. Für einen Mann kam jedoch alle Hilfe zu spät.

Die Verletzungen am linken Bein eines 60-Jährigen waren zu schwer - der Mann aus dem Bundesstaat Queenland starb trotz sofortiger Behandlung, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) unter Berufung auf die australische Polizei nun berichtet. Vermutet wird, dass es sich bei dem drei Meter langen Angreifer um einen Weißen Hai handelte. Die Attacke ereignete sich am beliebten Salt Beach nahe Kingscliff, 800 Kilometer nördlich von Sydney nahe der Grenze der Bundesstaaten Queensland und New South Wales.

Ein Sprecher der Rettungskräfte, Terry Savage, sagte dem TV-Sender ABC, die Verletzungen des Mannes seien erheblich gewesen. Die beiden Männer, die gegen den Hai gekämpft hätten und dem Verletzten an Land halfen, beschrieb er unterdessen als "unglaublich". "Es war geradezu heldenhaft, ihn an den Strand zu bringen", so Savage. Der Chef des örtlichen Surfclubs sprach von einem "schrecklichen, tragischen Ereignis": "Es ist im Moment für alle ein Schock."

Nach der Attacke wurden die umliegenden Strände gesperrt. Badende und Surfer mussten das Meer verlassen. Hubschrauber machten sich auf die Suche nach dem Hai. Kurzzeitig wurde offenbar auch ein Weißer Hai gesichtet und verfolgt. Die Attacke war der dritte tödliche Hai-Angriff in australischen Gewässern in diesem Jahr. Darüber hinaus gab es sieben weitere Attacken, die glücklicherweise nicht tödlich endeten. Zudem starb vor kurzem vor der kalifornischen Küste ein weiterer Surfer.

mw/dpa

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