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Dramatische Szenen nur wenige Kilometer von Grenze entfernt

Zweiter Retter des 7-Jährigen: „Wollte nur das Kind retten“ - Bruder (4) weiterhin vermisst

Mouza Oun und Roland Pavel (rechts im Bild) sind die Helden.
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Mouza Oun und Roland Pavel (rechts im Bild) sind die Helden.

Bruck an der Großglocknerstraße - Über 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Wasserrettung und Polizei suchten den ganzen Sonntag über weiter nach einem vermissten Vierjährigen, der zusammen mit seinem sechsjährigen Bruder an einem Zufluss zur Salzach spielte. Dabei dürfte einer der Beiden von der schmelzwasserführenden Salzach angezogen worden sein, am Ende wurden beide Kleinkinder von der Strömung der Salzach erfasst und mitgerissen. Mit vereinten Kräften konnte zumindest ein Kind aus der Salzach gezogen werden.

Update, 28. Juni - Zweiter Lebensretter, Roland Pavel, meldet sich zu Wort

Während die Suche nach dem in der Salzach abgetriebenen, 4-jährigen Buben auch am Montag (28. Juni) fortgesetzt wird, ist nun der zweite Lebensretter bekannt. Roland Pavel (30) ist Kellner im Hotel Lukasmayr direkt an der Salzach, „ein Gast von uns hat das Kind im Wasser entdeckt und um Hilfe geschrien“, erinnert sich Pavel. „Ich bin dann zusammen mit meiner Chefin gelaufen, um das Kind zu retten“.

Mouaz Oan, Kellner vom benachbarten Hotel Lukashansl, sei der Erste im Wasser gewesen, „er war wirklich sehr mutig, er hat das Kind festgehalten und ich habe es dann aus der Salzach herausziehen können“, die Hotelbesitzer hätten den 7-Jährigen dann übernommen und beruhigen können bis die Rettung eintraf. „Unser Zimmermädchen Gül war auch beteiligt, sie hat die Rettung alarmiert“.
 
Genauso wie Mouza Oun hat auch Roland Pavel sofort helfen wollen, „ich habe keine Sekunde überlegt, ich wollte nur das Kind retten“, auch er fühle sich nicht als Held. Bereits am Sonntag hatte der syrische Flüchtling Mouaz Oun beschrieben, dass er nicht lange überlegt habe ob er in den reißenden Fluss springen solle, „es ging um ein Kind, da habe ich gehandelt“.

Erstmeldung:

Am Samstag wurde die Wasserrettung im Pinzgau gegen 15.30 Uhr alarmiert, dass zwei Buben in der Salzach treiben würden. Sofort rückten zahlreichen Einheiten mit ihren mobilen Booten aus. Zur gleichen Zeit waren die beiden Vier- und Sechsjährigen schon in der Salzach hunderte Meter weiter getrieben und im Ortszentrum von Bruck am Gastgarten des „Lukashansl“, viele Gäste sahen die Kinder im Wasser und riefen um Hilfe, zwei Kellner liefen sofort den beiden nach, Mouaz Aun, ein syrischer Asylberechtigter, 22 Jahre, zog sich sofort sein Hemd aus und sprang bei passender Gelegenheit in die Salzach. An dieser Stelle ist die Salzach rund vier Meter breit und derzeit rund 1,5 Meter tief.

„Habe nicht lange überlegt“: Mouaz Aun (22) rettet einen der Buben aus den Fluten.

„Ich habe nicht lange überlegt, es ging um Kinder, ich wollte sie einfach retten“, so der Kellner, der selbst die Tiefe der Salzach nicht richtig einschätzte. Seine Chefin ist sehr stolz auf ihn, „alle haben zugeschaut, aber meine beiden Kellner haben sofort geholfen, sie sind Helden“. 

Von Vierjährigem fehlt jede Spur

Unterdessen war die Wasserrettung mit Tauchern im Einsatz, um den vier Kilometer langen Abschnitt der Salzach nach dem zweiten Jungen zu untersuchen, „wir sind mit Schleppsonaren im Einsatz um den Boden abzusuchen, die Taucher sehen in der Tiefe absolut nichts, das Wasser ist zu trüb um etwas zu sehen.

Großeinsatz in Bruck an der Großglocknerstraße: Von einem vierjährigen Buben fehlt weiterhin jede Spur

Auch Polizeispürhunde sind im Einsatz. Zwischendurch wurden auch die beiden Turbinen des Verbund-Kraftwerkes an der Salzach bei Gries zurückgefahren und Schleusen geöffnet, bis Redaktionsschluss fehlten von dem Vierjährigen aber jede Spur. Offiziell ist es bereits eine Personensuche und keine Überlebenshilfe mehr. Ob und wie lange ab Montag weitergesucht wird, entscheidet die Bezirkshauptmannschaft. 

hud

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