Bei Terroranschlag in Wien

Diese beiden Helden retteten Dame und Polizisten das Leben: „Sind mitten im Gefecht gelandet...“

Recep Gültekin und Mikail Özen Heldentat Terroranschlag Wien
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Recep Gültekin (eingeklinkt links) und Mikail Özen haben beim Terroranschlag in Wien mehrere Heldentaten geleistet.

Wien - Am Montagabend, 2. November, wurde die österreichische Hauptstadt Wien von einem schrecklichen Terroranschlag erschüttert. Zwei junge Männer haben dabei Heldenhaftes geleistet:

Das Netz feiert zwei junge Männer für ihren selbstlosen Einsatz während der Terrorattacke in Wien. Recep Gültekin und Mikail Özen haben in der Wiener Innenstadt - während noch Schüsse fielen - einer älteren Dame und einem angeschossenen Polizisten geholfen und damit vermutlich das Leben gerettet, wie auf Videos in sozialen Medien zu sehen ist.

Wir wollten den letzten Kaffee vor den Ausgangssperren trinken und dabei sind wir mitten im Gefecht gelandet“, schilderte Özen die dramatische Situation auf Instagram. Die beiden Kampfsportler hörten nach eigenen Aussagen am Schwedenplatz auf einmal Schüsse und sahen blutende Passanten. Ein Anwohner nahm die dramatischen Szenen aus seiner Wohnung in einem oberen Stockwerk auf.

„Wir konnten nicht einfach nur zuschauen...“

Die beiden Männer halfen eigenen Angaben zufolge zunächst einer älteren Dame, sich in Sicherheit zu bringen. Danach sahen sie einen verwundeten Polizisten. „Wir konnten einfach nicht nur zuschauen. Wir sind hingelaufen und haben ihn zum Krankenwagen befördert“, so Özen. Dabei haben die beiden Wiener selbst ihr Leben riskiert, wie auf den Aufnahmen zu sehen war. In Videos auf ihrem Instagram-Account ist zu sehen, wie die Männer verletzt wurden und bluteten. Sie schienen aber auch nach ihrem Einsatz völlig ruhig. Gültekin musste wegen einer nach eigenen Aussagen „kleinen Schusswunde“ am Bein im Krankenhaus behandelt werden.

Die Männer verurteilten die Tat scharf: „Wir türkisch-stämmigen Muslime verabscheuen jegliche Art von Terror, wir stehen zu Österreich, wir stehen für Wien“, erklärte Özen.

Bei dem Anschlag am Montagabend in der österreichischen Hauptstadt starben vier Passanten und einer der mutmaßlichen Täter, ein 20-Jähriger mit Pässen aus Österreich und Nordmazedonien (News-Ticker zum Nachlesen). Zudem schwebten nach Angaben des Gesundheitsverbunds am Dienstagvormittag noch viele Opfer in Lebensgefahr. Mindestens sieben Menschen seien „in kritischem, lebensbedrohlichem Zustand“, sagte eine Sprecherin des Klinikverbandes der Nachrichtenagentur APA. Zur Identität der Verletzten machte sie keine Angaben. Insgesamt würden 17 Opfer des Angriffs vom Montagabend in verschiedenen Krankenhäusern behandelt, sagte die Sprecherin weiter. Der beim Anschlag verletzte und von den beiden Helden gerettete Polizist befinde sich in „kritisch-stabilem Zustand“, hieß es.

mw

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