Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Energie

Tim Mälzer hofft auf Strompreisdeckel für Gastronomie

Tim Mälzer
+
Tim Mälzer, Promikoch, Unternehmer und Kochbuchautor.

Unter den Erhöhungen der Energiekosten leidet aktuell auch die Gastronomiebranche. Fernsehkoch und Gastronom Tim Mälzer fordert, dass der Staat eingreift und einen Teil der Erhöhungen mitfinanziert.

Hamburg - Der Hamburger Fernsehkoch und Gastronom Tim Mälzer (51) hofft mit Blick auf steigende Energiekosten auf finanzielle Unterstützung für das produzierende Gewerbe und die Gastronomie. „Es wäre schön, wenn die Regierung deutlich machen würde, dass sie hilft, wenn wir aufgrund der aktuellen Veränderung vor wirtschaftlichen Herausforderungen stehen, die an die Existenz gehen“, sagte Mälzer der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Er wünsche sich, dass sie zumindest an existenzbedrohte Betriebe deutliche Signale sendet.

„So könnten die Strompreise - wenn diese ein maßgeblicher Anteil werden – gedeckelt werden und beispielsweise 75 Prozent der steigenden Energiekosten übernommen werden. Ein weiterer Parameter könnte ein Entgegenwirken bei der Umsatzsteuer oder anderen Fixkosten sein. Keiner schreit nach mehr.“ Es sei einfach ein Fakt, dass beispielsweise eine Bäckerei mit drei- oder vierfachen Strompreisen das nicht wie gewohnt betreiben könne.

Stromkosten für „Bullerei“ vervierfacht

Dabei gehe es ihm nicht konkret um seine Geschäfte. „Wir kommen da irgendwie durch. Das werden wir schaffen, wie wir auch Corona überstanden haben. Aber wenn wir uns als anderes Wirtshaus mit den gleichen Problematiken beschäftigen müssten, hätte ich da gerade noch ärgere Bedenken und Existenzängste.“ So seien allein die Strompreise für sein Restaurant „Bullerei“ im Schanzenviertel vervierfacht worden.

Hintergrund der Forderung ist Mälzer zufolge auch, dass das Sparen von Energie gerade im verarbeitenden Gewerbe und Gastrobereich nicht so leicht sei. „Ich habe die Lüftung, die auch aus Arbeitsschutzgründen läuft. Ich habe die Kühlung, die ich nicht einfach an und aus machen kann. Ich kann nicht weniger kühlen. Das darf ich nicht. Sicherlich kann ich mein Licht im Klo ausmachen, aber grundsätzlich hab ich nicht so viel Einsparpotenzial, wenn ich mein Geschäft am Laufen halten will.“

Mälzer beschäftigt eigenen Angaben zufolge 80 Mitarbeiter, darunter 27 Köche. Die Preise für Essen und Getränke habe er in der „Bullerei“ bis jetzt noch nicht erhöht. „Nein, ich weigere mich. Aber es ist ein Noch. Noch bin ich bockig. Ich sitze das jetzt aus, bis ich weiß und bewerten kann, wie hart uns die Veränderungen wirklich treffen werden.“ dpa

Kommentare