Vier Personen verschüttet

54-Jährige stirbt bei Lawinenabgang in Österreich

Österreich - Eine Skitourengruppe wurde am Wochenende von einer Lawine überrascht, für eine Frau kam jede Hilfe zu spät.

Am 18. März unternahm eine 16-köpfige Skitourengruppe aus dem Bundesland Salzburg bei teilweiser schlechter Sicht (Wolken und Nebel) im Gemeindegebiet von St. Jakob in Defereggen eine Skitour vom Staller Sattel aus über das Weißenbachtal in Richtung Hinterbergkofel. 

Auf ca. 2.400 Meter Seehöhe geriet die Gruppe im Nebel in teilweise steileres Gelände. Aufgrund der schlechten Sicht beschloss die Gruppe um 10.55 Uhr einen Abbruch der Tour bzw. umzukehren. In diesem Moment löste sich ca. 50 Meter oberhalb von ihnen ein ca. 60 Meter breites Schneebrett und erfasste einen Teil der Skitourengeher. 

Während es einigen Personen gelang, aus der Lawine auszufahren und einige Personen sich außerhalb der Lawinenbahn befanden, wurden vier Personen von der Lawine mitgerissen und total verschüttet. Die Verschütteten, die alle mittels LVS (Lawinenverschüttetensuchgerät) ausgerüstet waren, konnten innerhalb kürzester Zeit von den anderen Gruppenmitgliedern geortet und unverletzt geborgen werden. 

Eine 54-jährige Frau war bei der Bergung nicht ansprechbar und wurde von ihren Begleitern und später vom Notarzt erfolglos reanimiert. Die Frau verstarb aufgrund der erlittenen Verletzungen. Alle anderen Tourenmitglieder blieben unverletzt.

Der Einsatz wurde vorerst von den italienischen Einsatzkräften durchgeführt, da vorerst als Unfallsort italienisches Staatsgebiet angenommen wurde. Die Alpinpolizei Lienz erlangte vom Lawinenunfall erst in der Mittagszeit Kenntnis und übernahm dann die Erhebungen.

Im Einsatz befanden sich zwei italienische Rettungshubschrauber, 20 Mann der Bergrettung Antholz, zwei Notärzte, ein Hundeführer und drei Alpinpolizisten.

Pressemitteilung Landespolizeidirektion Tirol

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