Unglaublicher Fund in Tirol

40 Kilo C4-Sprengstoff einfach am Straßenrand entsorgt

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"Hochbrisanter Sprengstoff" ist auf den Kisten vermerkt gewesen.

Tirol - In Hintersee wurden zwei Kisten mit brisantem Inhalt aufgefunden. Insgesamt 40 Kilogramm Sprengstoff befanden sich in den Behältern. Die Polizei ermittelt.

Plastiksprengstoff in Kisten entsorgt

Ein oder mehrere Unbekannte haben an einer Forststraße bei Hintersee (Tirol) zwei Aluminiumkisten mit explosivem Inhalt abgestellt. In den grün lackierten Munitionskisten befand sich insgesamt 40 Kilogramm Sprengstoff. Die Begutachtung durch Spezialisten des Landeskriminalamtes Salzburg und des Innenministeriums ergab, dass es sich um sogenannten C4-Sprengstoff handelt.

Keine akute Gefahr mangels Zünder

Dieser formbare Sprengstoff ist als sogenannter Plastiksprengstoff bekannt und wird grundsätzlich nur vom Militär verwendet. Vom Sprengstoff selbst ging zum Glück keine Gefahr aus, da keine Sprengkapseln zur Zündung vorhanden waren.

Nach ersten Ermittlungen stammt der Sprengstoff nicht aus Beständen des österreichischen Bundesheers. 

Staatsanwaltschaft ermittelt

An den beiden Behältern wurden Spuren gesichert, welche derzeit ausgewertet werden. Ein terroristischer Hintergrund ist nach aktuellem Ermittlungsstand auszuschließen. Die Hinweise verdichten sich vielmehr in Richtung einer erst kürzlich erfolgten Entsorgung. Vermutlich dürfte der explosive Fund bei der Entrümpelung eines Objektes gemacht worden sein.

Wie geht man mit gefundenem/vererbtem Kriegsmaterial um?

  • Wer Kriegsmaterial findet hat dies unverzüglich, ohne unnötigen Aufschub, Militär- oder Sicherheitsdienststelle zu melden. 
  • Befinden sich im Nachlass eines Verstorbenen Kriegsmaterial, so hat derjenige, in dessen Obhut sich die Gegenstände im Erbfall befinden, dies unverzüglich der nächsten Militär- oder Sicherheitsdienststelle anzuzeigen. 
  • Es ist immer absolute Vorsicht geboten. 
  • Berühren/Hantieren Sie keinesfalls mit dem Kriegsmaterial.

LPD Tirol/bcs

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