Hubschrauber im Dauereinsatz

Lawinenabgänge in St. Anton und in Sölden fordern Rettungskräfte

Tirol - Am 7. Mai ereigneten sich gleich zwei Lawinenabgänge - Einmal in St. Anton an der Saumspitze und einmal in Sölden am "Mittleren Spiegelkogel".

Am 7. Mai ereigneten sich in St. Anton und in Sölden zwei Lawinenabgänge, wie die Landespolizeidirektion Tirol in einer Pressemitteilung bekannt gab:

Die Pressemitteilungern im Wortlaut

Lawinenabgang in St. Anton

Am 7. Mai unternahm eine dreiköpfige Gruppe (zwei Männer im Alter von 28 und 37 Jahren und eine Frau im Alter von 28 Jahren) im Gemeindegebiet von St. Anton eine Skitour auf die 3039 Meter hohe Saumspitze in der Verwallgruppe. Im Zuge des Aufstieges trafen sie die noch zwei weitere Schitourengeherinnen (45 und 37 Jahre alt) und beschlossen gemeinsam auf den Gipfel aufzusteigen. 

Im Oberen Teil des nach Nordosten ausgerichteten Gipfelhanges der Saumspitze, löste sich aus bisher unbekannter Ursache eine ca. 400 Meter breite Schneebrettlawine und riss die gesamte, fünfköpfige Gruppe mit. Dabei wurde niemand verschüttet. Bei diesem Lawinenabgang zogen sich die 28-Jährige sowie die 37-Jährige Verletzungen unbestimmten Grades zu und wurden mit den Rettungshubschraubern ins Krankenhaus Zams eingeliefert. Die restlichen Mitglieder der Gruppe wurden geborgen und mit dem Polizeihubschrauber ins Tal geflogen.

Neben drei Beamten der Alpinpolizei standen noch die Bergrettung St. Anton mit 17 Bergrettern, zwei Rettungshubschrauber und der Polizeihubschrauber Libelle im Einsatz.

Lawinenabgang in Sölden

Am 7. Mai, um 11.09 Uhr, kam es am „Mittleren Spiegelkogel“, Ötztaler Alpen, im Gemeindegebiet von Sölden zu einem Lawinenunfall bei dem zwei österreichische Staatsbürger (37 und 38 Jahre alt) ca. 100 Meter von einer Lawine mitgerissen wurden.

Die beiden Schitourengeher waren knapp unterhalb des Gipfels, auf einer Seehöhe von ca. 3280 m, im Aufstieg als sich in der Gipfelflanke ein ca. 50 Meter breites Schneebrett löste. 

Beide Skitourengeher wurden durch die Lawine mitgeschliffen und blieben oberflächlich liegen. Sie wurden durch den Unfall nicht verletzt und konnten ihre Fahrt selbst fortsetzen. Von anderen Skitourengehern wurde die Rettungskette in Gang gesetzt. Die beiden Skitourengeher versuchten noch am Unfallort die Leitstelle mittels Handy vom glimpflichen Ausgang zu verständigen hatten jedoch keinen Empfang.

Im Einsatz stand neben der Alpinpolizei auch die Bergrettung Sölden, ein Rettungshubschrauber sowie der Polizeihubschrauber „Libelle“.

Pressemitteilungen Landespolizeidirektion Tirol

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