Dauerthema Brenner-Basistunnel

Schmiergeld-Skandal um Bauvergabe

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Vier Personen laufen bei Innsbruck durch einem Baustellenabschnitt des Brenner Basistunnels .
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Österreich/Bayern - Auch in Österreich macht der Brenner-Basistunnel negative Schlagzeilen. Jetzt geriet die Vergabe des größten Bauabschnittes in starke Kritik: 

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Es ist ein echtes Sahnestück! Der größte Bauabschnitt des Brenner-Basis-Tunnels auf der österreichischen Seite mit einem Volumen von gut 966 Millionen Euro stand zur Ausschreibung. Bereits im vergangenen Jahr sei genau dieser Bereich an ein Firmenkonsortium aus der österreichischen Porr AG und anderen Firmen, darunter dier italienischen Condotte vergeben worden, schreibt tt.com. 

Doch die italienische Baufirma ist mittlerweile bankrott. Insgesamt 460 Millionen Euro Schulden habe das Unternehmen aufgebaut, so die Zeitung weiter. Zu allem Überfluss wurde auch noch der Präsident des Aufsichtsrates wegen des Verdachtes auf Schmiergeldzahlungen verhaftet. 

Der Auftrag liege aktuell dennoch weiter bei dem Konsortium, heißt es in dem Artikel. Genau dagegen will jetzt die Strabag Einspruch einlegen, da ihr die italienische Firma nicht zuverlässig genug erscheint. Unter Umständen droht dem Firmen-Verbund somit die Aufhebung des Vergabevertrages oder eine Schadensersatzzahlung.

Unruhe auch auf deutscher Seite 

In Bayern sorgt der Brenner-Basis-Tunnel schon lange für Unruhe. Vor allem die Zusammenarbeit mit der Bahn gestaltet sich augenscheinlich schwierig. Diesen Sommer sollen erste Vorschläge für die möglichen Gleis-Strecken veröffentlicht werden.  Im kommenden Jahr dann, soll der genaue Verlauf der Bahn-Trassen durch das Inn-Tal fest stehen. Erste Probebohrungen für eine mögliche Zulaufstrecke zum Brenner-Basis-Tunnel fanden erst Anfang des Jahres statt.

kil

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