Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Tödliche Abtreibung: Anästhesist muss 30 000 Euro zahlen

+
Eine zu starke Narkose führte zum Tod der 34-jährigen Patientin.

Bochum - Ein Narkosearzt hatte bei einer Abtreibung einen so schweren Fehler gemacht, dass die Frau kurz darauf starb. Jetzt wurde der Arzt verurteilt.

Nach dem Tod einer 34-jährigen Patientin bei einer Abtreibung muss ein Anästhesist aus Herne 30 000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Das hat das Bochumer Landgericht am Mittwoch entschieden. Der Narkosearzt hatte während einer Abtreibung so schwerwiegende Fehler gemacht, dass es zu einem Herzstillstand gekommen war. Die 34-Jährige Frau hatte zwar noch einmal wiederbelebt werden können, war jedoch zehn Tage nach der Operation verstorben.

Richter Andreas Oligmüller sprach im Prozess von einem “gravierenden Fehlverhalten“ des Anästhesisten, das am Ende zum Tod der Frau geführt habe. Weil bei der Abtreibung aus Versehen die Gebärmutter perforiert worden war, hatte sich der Gynäkologe zu einer Bauchspiegelung entschlossen. Dazu wurde die Narkose vertieft. Kurz darauf war es zu einem gravierenden Blutdruckabfall gekommen.

Ein vom Gericht beauftragter Sachverständiger kommentierte das Verhalten des Anästhesisten im Prozess so: “Es wurde jenseits jeglicher Regeln der Medizin gearbeitet.“ Die Klagen gegen den Gynäkologen und gegen das später behandelnde Krankenhaus wurden von der 6. Zivilkammer des Bochumer Landgerichts hingegen abgewiesen. Das Strafverfahren gegen den Gynäkologen war bereits von der Staatsanwaltschaft Bochum eingestellt worden.

dpa

Kommentare