Felbertauern wieder geöffnet

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Feierten die offizielle Eröffnung der Felbertauern-Ersatzstraße, die im Urlauberreiseverkehr eine enorme Entlastung bedeutet (v. li.): Landeshauptmann Günther Platter, Marketenderin, Karl Popeller (Vorstandsdirektor der Felbertauernstraße AG) und der technische Leiter der Bauarbeiten, Michael Köll.

Matrei - Knapp zwei Monate nach dem gewaltigen Geröllsturz auf der Südseite des Felbertauern ist eine Umfahrungsstraße eröffnet worden. Die vollständige Wiederherstellung dauert an.

Nach einem gewaltigen Geröllsturz Mitte Mai musste die Felbertauernstraße, die Nord- und Osttirol verbindet, für den Verkehr gesperrt werden. Gerade für die Tourismusbranche war der Ausfall der kürzesten Nord-Süd-Verbindung problematisch.

Nun konnte nach nur anderthalb Monaten Bauzeit eine 1,5 Kilometer lange, temporäre Umfahrungsstraße eröffnet werden, was für den aktuellen Urlauberreiseverkehr eine wichtige Entlastung bedeutet. Anfang Oktober soll die Felbertauernstraße wieder uneingeschränkt für den Verkehr geöffnet werden.

„Wir sind stolz, froh und erleichtert, dass wir die Felbertauernstraße rechtzeitig zur Hauptreisezeit wieder eröffnen können", sagte der Vorstandsdirektor der Felbertauernstraße AG, Karl Poppeller, anlässlich der Verkehrsfreigabe der temporären Umfahrungsstraße. Rechtzeitig zum großen Sommer-Reiseverkehr wurde am 27. Juli um 6 Uhr morgens die Ersatzstraße am Felbertauern in Osttirol für den Verkehr freigegeben. Am vergangenen Wochenende wurde mit einem Fest die neu geschaffene Verbindung gefeiert.

Aus verkehrsplanerischer Sicht ist die Eröffnung der Umfahrung besonders erfreulich. So ist pünktlich zur Hauptreisewelle die kürzeste Nord-Süd-Verbindung damit wieder frei befahrbar. Denn die Felbertauernstraße wird als preisgünstige Alternative zur Brenner- oder Tauernautobahn besonders gern von Urlaubern genutzt, die auf dem Weg in den Süden sind. Zudem ist die Straße die wichtigste Verbindung zwischen Nord- und Osttirol.

Landeshauptmann Günther Platter unterstrich anlässlich der Feierlichkeit, welche Bedeutung dieser Verkehrsweg für die Tiroler Wirtschaft hat: „Es ist eine große Erleichterung und ein gutes Gefühl, dass diese wichtige Verbindung dank des Zusammenhalts aller so rasch gebaut werden konnte.“. Auch Touristiker und Wirtschafstreibende aus Osttirol zeigten sich erleichtert, wie Matreis Bürgermeister Andreas Köll betonte: „Das ist ein großer Freudentag für Osttirol und die Nationalparkregion, weil es gelungen ist, diese touristische und wirtschaftliche Lebensader unseres Bezirkes wiederherzustellen.“

Osttirols Tourismusobmann Franz Theurl dankte der Landesregierung für die rasche und unbürokratische Entscheidung zum Bau der Umfahrung: „Damit wurde unser Sommer 2013 in touristischer Hinsicht gerettet.“

Gewaltiger Geröllsturz zerstörte Schildalmgalerie

In der Nacht auf den 14. Mai  lösten sich 35.000 Kubikmeter Geröll und Erdreich oberhalb der Schildalmgalerie auf der Südseite des Felbertauern und zerstörten die Straße sowie die Galerie auf einer Länge von 95 Metern. Zum Glück war die Straße zum Zeitpunkt des Geröllsturzes leer und somit waren keine Verletzten zu beklagen.

Doch für Pendler, Zubringer und Urlauber bedeutete die Sperre der Straße einen dreistündigen Umweg. Dank der temporären Umfahrungsstraße, die für alle Fahrzeuge bis zwölf Meter Länge und 25 Tonnen Gewicht geöffnet ist, konnte nun in Rekordbauzeit von nur 1,5 Monaten eine Lösung geschaffen werden. Ab Ende September bzw. Anfang Oktober soll, so die Verantwortlichen, die Felbertauernstraße wieder ungehindert und unbeschränkt für den Verkehr befahrbar sein.

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