Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Deutsches Rotes Kreuz im Einsatz

Acht Menschen sterben bei Brand in Behindertenheim - Rauchmelder nur auf Toilette

Brand in Behindertenheim in Tschechien
+
Feuerwehrleute während der Löscharbeiten in einem Pflegeheim für Behinderte.

Bei einem verheerenden Brand in einem Pflegeheim für Behinderte im tschechischen Teil des Erzgebirges sind am Sonntagmorgen acht Menschen ums Leben gekommen.

  • In einem Pflegeheim für Behinderte in Tschechien ist in der Nacht ein Feuer ausgebrochen.
  • In der Einrichtung an der Grenze zu Deutschland sind acht Menschen gestorben.
  • Auch Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes waren im Einsatz.

Vejprty - Bei einem Brand in einem Pflegeheim für Behinderte in Tschechien an der Grenze zu Deutschland sind acht Menschen ums Leben gekommen. Vier Bewohner seien schwer verletzt worden, davon befinde sich ein Mensch in einem kritischen Zustand, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Rund 25 weitere Menschen seien leicht verletzt worden. Viele Bewohner des Hauses mit dem Namen „Kavkaz“ (Kaukasus) erlitten demnach Rauchvergiftungen.

Das Feuer, das sich schnell auf drei Räumlichkeiten ausbreitete, konnte im Laufe des Sonntagvormittags gelöscht werden. Es war am frühen Morgen aus noch ungeklärter Ursache in dem Pflegeheim in der Kleinstadt Vejprty (Weipert) ausgebrochen. Der Ort liegt in der Verwaltungsregion Usti (Aussig) im Nordwesten Tschechiens und grenzt unmittelbar an die sächsische Gemeinde Bärenstein im Erzgebirgskreis.

Rettungskräfte rufen Großalarm aus - Deutsches Rotes Kreuz im Einsatz

Bei den Opfern handelte es sich um Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen und nicht, wie zunächst gemeldet, um Senioren. Die Einsatzkräfte riefen einen Großalarm aus. Nach Angaben des Sprechers trafen neben sieben tschechischen Rettungswagen auch zwei Fahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes aus dem sächsischen Annaberg-Buchholz am Unglücksort ein. Ein Hubschrauber konnte aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen nicht starten.

Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis eilte an den Unglücksort. Der 65-Jährige sprach bei Twitter von einer „schrecklichen Tragödie“ und drückte den Hinterbliebenen sein Beileid aus. „Ich möchte allen versichern, dass die Ursachen des tragischen Brandes in Vejprty ordnungsgemäß untersucht werden“, erklärte Innenminister Jan Hamacek. Die Überlebenden des Unglücks sollen vorübergehend in anderen Heimen eine Bleibe finden.

Kriminalpolizei ermittelt - fehlende Rauchmelder

Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Rauchmelder seien nur auf den Toiletten installiert gewesen, weil Bewohner dorthin zum Rauchen gegangen seien, sagte die Bürgermeisterin der Kleinstadt, Jitka Gavdunova, auf einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. Das Feuer brach indes in einem Gemeinschaftsraum aus. Gesetzlich vorgeschrieben sind Rauchmelder in Tschechien in Wohngebäuden nur für Neubauten.

Die erste Meldung über den Brand sei kurz vor fünf Uhr in der Früh in der Einsatzzentrale eingegangen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Ein Mitarbeiter des Nachtdiensts hatte den Notruf gewählt. In der gleichen Region waren im Jahr 1984 bei einer Brandkatastrophe in einer Anstalt für Behinderte in Nordböhmen 26 junge Frauen gestorben.

Bei einem Brand in einem Altenheim in Lübeck konnte sich ein 103-Jährige gerade noch retten.

Die verheerende Brandkatastrophe in Australien hat bereits zahlreiche Todesopfer gefordert.

dpa

Kommentare