Tausende gedenken Tsunami-Opfern

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Bangkok - Fünf Jahre nach dem verheerenden Tsunami im Indischen Ozean haben die Menschen in Thailand und Indonesien der rund 230.000 Opfer gedacht.

Auf der indonesischen Insel Sumatra nahm Vizepräsident Boediono am Samstag mit mehreren tausend Trauernden an einem Gebet für die Toten teil. In Thailand waren nördlich der Ferieninsel Phuket tausende Einheimische sowie Touristen bei einer buddhistischen Opferzeremonie auf den Straßen.

Der Vizepräsident besuchte in der Provinzhauptstadt Banda Aceh nach dem Gebet eines der Massengräber, in dem tausende Opfer begraben worden waren. In Sumatra allein kamen damals 170 000 Menschen um. Eines der schwersten je registrierten Erdbeben hatte am 2. Weihnachtstag 2004 vor der Küste den Tsunami meterhohe Wellen ausgelöst. Idris (45) war einer der Überlebenden, der an der Feier teilnahm. Er verlor seine Frau und vier Kinder. “Ich habe nach den Leichen gesucht, sie aber nie gefunden“ sagte er.

In Thailand gedachten Tausende in der besonders betroffenen Provinz Phang-Nga nördlich von Phuket mit Opfergaben der Toten. Nach buddhistischem Glauben erwirbt der Geber für sich und Angehörige dadurch Verdienste für das spätere Leben. Entlang der Küste waren rund 8000 Menschen ums Leben gekommen, ein Viertel davon ausländische Touristen im Weihnachtsurlaub. Insgesamt waren durch den Tsunami 14 Länder betroffen, neben Indonesien und Thailand besonders Sri Lanka mit 35.000 Todesopfern, und Indien.

Bei einem Gottesdienst in Düsseldorf ehrten Bundespräsident Horst Köhler und NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers die Toten mit Kränzen. An der zentralen Gedenkfeier nahmen knapp 200 Menschen teil.

Youtube-Video vom Tsunami

Seit dem Tsunami am 26. Dezember 2004 werden immer noch 13 Deutsche vermisst. 539 deutsche Opfer der verheerenden Flutwellen konnten bislang identifiziert werden, wie das Bundeskriminalamt am Mittwoch in Wiesbaden berichtete. Insgesamt galten 552 Bundesbürger, die sich zu dem Zeitpunkt in der Region befanden, als Opfer der gigantischen Wellen.

Mitarbeiter der Identifizierungskommission (IDKO) des BKA waren kurz nach der Katastrophe nach Südostasien gereist. Deren Mitglieder versuchen mit Hilfe von Fingerabdrücken, DNA-Vergleichen oder anhand von Gebissen, Narben und Tätowierungen die Identität von Toten zu ermitteln.

dpa

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