US-Wissenschaftler unter Spionageverdacht verhaftet

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Ein US-Wissenschaftler unter Spionageverdacht verhaftet.

Washington - In den USA ist ein Wissenschaftler wegen des Verdachts der Spionage für Israel festgenommen worden. Sein Kontaktmann war ein verdeckter FBI-Agent.

Dem 52-jährigen David Nozette, der unter anderem für die NASA und für das Energieministerium tätig war und Zugang zu geheimen Unterlagen hatte, wird vorgeworfen, einem vermeintlichen Agenten des israelischen Geheimdienstes Informationen verkauft zu haben. In Wirklichkeit handelte es sich bei dem angeblichen Mossad-Mitarbeiter um einen verdeckt arbeitenden FBI-Ermittler. Nozette sollte am Dienstag erstmals einem Richter vorgeführt werden. Ins Visier des FBI geriet er unter anderem, weil er von 1998 bis 2008 als technischer Berater für eine staatliche israelische Firma tätig gewesen sein soll.

In dieser Zeit habe er ein Honorar von etwa 225.000 Dollar erhalten, heißt es in den Ermittlungsakten. Weiter wird Nozette vorgeworfen, im Januar mit zwei USB-Sticks im Gepäck ins Ausland gereist, aber offensichtlich ohne diese in die USA zurückgekehrt zu sein. Im Gespräch mit dem Undercover-Agenten des FBI soll Nozette seine Bereitschaft erklärt haben, mit dem israelischen Geheimdienst zusammenzuarbeiten und Auskünfte über Atomwaffen und Satellitensysteme zu geben. Gegen Bezahlung stellte der dem angeblichen Mossad-Spion Informationen zur Verfügung, die teilweise als geheim eingestuft waren.

AP

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