Vergewaltigung auf Klassenfahrt - Schüler frei

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Lübeck/London - Zwei Gymnasiasten aus Lübeck, die auf einer Klassenfahrt ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigt haben sollen, sind vorerst wieder auf freiem Fuß.

Die Londoner Anwaltskanzlei Farringdon Chambers bestätigte am Mittwoch, dass ihre beiden 19-Jährigen Mandanten gegen eine Kaution von 10.000 Britischen Pfund am Mittwoch aus der Untersuchungshaft entlassen wurden und am selben Tag nach Deutschland zurückkehren wollten.

Den jungen Männern wird vorgeworfen, ein 15-jähriges Mädchen bei einer Klassenfahrt in London sexuell missbraucht zu haben. Wie der Lübecker Oberstaatsanwalt Klaus-Dieter Schultz sagte, hatte ein britischer Richter am Westminister Magistrate Court am Morgen entschieden, dass die beiden Schüler gegen Zahlung einer Kaution vorübergehend aus der U-Haft entlassen werden.

Die Staatsanwaltschaft Lübeck hat aber in dem Fall ein eigenes Ermittlungsverfahren wegen Vergewaltigung eingeleitet, erklärte Schultz weiter. Eine Lehrerin des Fachgymnasiums der beschuldigten Zwölftklässler sei bereits vernommen worden. Über erste Ermittlungsergebnisse wollte der Oberstaatsanwalt keine Angaben machen. Weitere an der Klassenfahrt beteiligte Schüler und Lehrer sollen noch befragt werden. Auch ein Kontakt zu den britischen Behörden sei aufgebaut worden. 

Neue Vorwürfe gegen die Schüler

Nach einem Bericht der “Lübecker Nachrichten“ ist die 15-jährige Realschülerin aus Bremen inzwischen wieder zu Hause. “Das Mädchen wird ärztlich und psychologisch betreut“, wurde der Bremer Schulsenator Horst-Werner Franke zitiert. Inzwischen habe die Metropolitan Police in London neue Vorwürfe gegen die beiden Jungen veröffentlicht. Demnach sollen die Gymnasiasten ihr Opfer auch zum Oralverkehr gezwungen haben. Gutachten würden dies nach Angaben eines Polizei-Sprechers in London bestätigen.

Die 15-Jährige soll mit fünf Lübecker Schülern im einem Jugendhotel gefeiert haben. Sie war auf der Klassenfahrt ihrer Schule im selben Hotel untergebracht. Unmittelbar nach der Vergewaltigung habe sich das Mädchen ihrer Lehrerin anvertraut. Diese schaltete die Polizei ein. Die britischen Beamten nahmen laut Medienberichten zunächst alle fünf Schüler fest und ließ drei von ihnen nach 36 Stunden frei. Gegen die beiden 19-Jährigen wurde Haftbefehl erlassen, sie hatten seit dem Wochenende in U-Haft gesessen.

dapd

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