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Steckt in 35 Meter tiefem Betonrohr fest

Am fünften Tag der Rettung: Vietnamesische Behörden erklären Bub (10) für tot, aber…

Vietnam Betonrohr-Unglück
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Seit vier Tagen sitzt Nam (10) in einem Betonrohr fest. Nun rückte das Militär zum Rettungseinsatz an.

Vietnam – Seit Samstag (31. Dezember) kämpfen die Rettungskräfte in Viertnam um das Leben eines Jungen, der in einem 35 Meter tiefen Betonrohr feststeckt – vergeblich.

Update, Mittwoch (4. Januar) - Vietnamesische Behörden erklären Bub (10) für Tod, aber…

Mehrere Tage nach dem Sturz eines zehnjährigen Jungen in ein 35 Meter tiefes Betonrohr in Vietnam haben Behörden ihn für tot erklärt. Der Junge sei 100 Stunden nach erfolglosen Rettungsversuchen gestorben, sagte Doan Tan Buu, der stellvertretende Regierungschef der südvietnamesischen Provinz Dong Thap, am Mittwochabend (Ortszeit) vor Reportern. Man wolle nun so schnell wie möglich seine Leiche bergen, fügte er hinzu.

Demnach waren ein Team aus Ärzten, Gerichtsmedizinern und örtlichen Behörden zum Schluss gekommen, dass der Junge aufgrund verschiedener Faktoren ums Leben gekommen sei. Dazu gehörten neben dem Ort des Unfalls auch die Tiefe des Rohrs, die Dauer der Bergungsarbeiten sowie mögliche Verletzungen, die er erlitten habe. Noch am Mittwochvormittag waren die Versuche weitergegangen. Eine zuvor in das Rohr herabgelassene Kamera hatte kein Lebenszeichen des Kindes gezeigt. Der kleine Nam war am Samstag (31. Dezember) auf dem Gelände einer Baustelle für eine neue Brücke in das Rohr gestürzt.

Erstmeldung, Dienstag (3. Januar)

Vier Tage nach dem Sturz eines Jungen in ein 35 Meter tiefes Betonrohr im Südwesten von Vietnam sind die Einsatzkräfte weiter bemüht, den Zehnjährigen zu befreien.

Im Grunde ist dieses Unglück mehr als schwer vorstellbar, dass ein Bub überhaupt in diese Stahlbeton-Röhre reinpasst und letzten Endes gar so tief fällt. Denn: Im Inneren habe das Rohr doch tatsächlich nur 25 Zentimeter Durchmesser „und der Raum darin nur so breit ist wie die Hand eines Erwachsenen“, sagte einer der Helfer an der Baustelle, die das Kind zu retten versuchen.

Zeit drängt: Kontakt zum Jungen mittlerweile verloren

Ob der Junge noch lebt, sei unklar, berichteten vietnamesische Medien – unter anderem VNExpress – am Dienstag (3. Januar). Die Zeit drängt auf alle Fälle, weil Einsatzkräfte den Kontakt zu dem Jungen mittlerweile verloren haben. Eine in das Rohr herabgelassene Kamera habe nämlich kein Lebenszeichen des Kindes gezeigt, teilten die Behörden am Nachmittag mit.

Helfer versuchten weiter fieberhaft, die Erde mit Spezialgerät aufzuweichen und Platz zu schaffen, um die am unteren Ende geschlossene Betonröhre mittels eines Krans aus der Erde zu ziehen.

Was war passiert?

Der Junge, dessen Name mit Thai Ly Hao Nam angegeben wird, war am Samstag (31. Dezember) in das Rohr auf dem Gelände einer Baustelle gestürzt, wo eine Brücke gebaut wird. Er war nach Angaben der Rettungskräfte offenbar auf der Suche nach Altmetall gewesen.

Niemand habe gedacht, dass ein Zehnjähriger so tief in der Röhre mit einem Durchmesser von etwa 25 Zentimetern eingeschlossen werden könnte. Medienberichten zufolge hatte der Junge nach seinem Sturz zunächst wohl um Hilfe gerufen. Nach zehn Minuten waren die Hilferufe aber auch schon verstummt. Die Einsatzkräfte hatten immer wieder Sauerstoff in die Tiefe gepumpt.

„Sehr schwierige“ Rettungsarbeiten

Die Rettungsarbeiten seien wegen der Enge des Rohrs und trotz großer Bemühungen „sehr schwierig“, zitierte die Zeitung „Tuoi Tre“ einen Militärsprecher. Da die örtlichen Kräfte mit ihren Mitteln kein Erfolg gehabt hätten, hätten sie „auf nationaler Ebene und bei Experten um Hilfe bitten“ müssen, führte Vize-Präsident des Volkskomitees der südlichen Provinz Dong Thap, Doan Tan Buu, aus.

Hoffen und Bangen in Vietnam

Die Einsatzkräfte waren am Dienstag dabei, rings um das Rohr in die Tiefe zu bohren, um ein Stahlrohr mit einem Durchmesser von 1,5 Metern wie einen Käfig um das Betonrohr zu legen – und es so leichter herausziehen zu können. Der Plan sehe vor, anschließend mittels eines Detektors die genaue Position des Jungen zu bestimmen, bevor der Beton aufgeschnitten werde, sagte ein Militärsprecher. Trotz der großangelegten Rettungsaktion bestehe aber bei Experten und Journalisten wenig Hoffnung, den Jungen noch lebend zu bergen. 

dpa/AFP/mck

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