Segen in Wals-Siezenheim

"Blessing to go" – Diakon Albert Hötzer weiht vorbeifahrende Motorräder

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Rund 60 Motorräder samt Fahrer und Mitfahrer erhielte von Diakon Albert den Segen quasi im Vorbeifahren, er nannte seine Aktion „Blessing to go“.

Wals-Siezenheim - Unweit der bayerischen Grenze hat am Samstagmittag Diakon Albert Hötzer rund 60 Harley-Davidson vom Harley-Club „HOG Salzburg Chapter“ gesegnet, allerdings nicht wie die Jahre zuvor auf einem Parkplatz, sondern wegen der Corona-Krise und des Versammlungsverbotes in einer Kurve vor der Pfarrkirche beim Vorbeifahren.

„Ich finde es wichtig in Zeiten wie diesen ein Zeichen zu setzen, dass auch die Kirche noch da ist“, so der umtriebige Diakon. Wie in Bayern sind auch in Österreich Gottesdienste der Religionsgemeinschaften wegen der Anti-Corona-Maßnahmen bis Mitte Mai nicht erlaubt. 

Er habe sich vor der Aktion den Segen der Verkehrspolizei geholt, die Bedingung sei gewesen, dass eben niemand stehen bleibt und es zu keinem Stau kommt. 

Der Segen selbst gelte dem Motorrad und dem Fahrer, der Harley-Club, in dem der Diakon mit seiner Maschine selbst Mitglied ist, wollte trotz der Corona- Verhaltensregeln nicht auf die Segnung verzichten, so hatte Hötzer die Idee, die Harley im erlaubten Vorbeifahren zu segnen. Aber auch andere Motorräder und auf Wunsch auch vorbeifahrende Familien mit Rädern erhielten Weihwasser- Spritzer „to go“, eine Pferdebesitzerin aus Wals brachte sogar extra ihr Pony vorbei.

Die Biker fanden die Aktion naturgemäß sehr gut, sie hoffen auf eine unfallfreie Saison dank des „Segens von oben“. Auch Hötzer selbst glaubt, dass gesegnete Fahrer rücksichtsvoller und vorsichtiger unterwegs sind. Die Biker sind nach der Runde um die Kirche in Wals in Richtung Salzkammergut gefahren um dort die Seen zu umrunden.

hud

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